Maneskins provokative Frechheit in Montreux
Im Auditorium Stravinski trat die italienische Band Maneskin am 12. Juli auf. Angesichts eines sehr gemischten Publikums setzte die Band ihre eigene Art durch. Während die Persönlichkeit der Band deutlich sichtbar war, fehlte die Persönlichkeit ihrer Mitglieder.
Die Band Maneskin legt sofort mit „Zitti e Buoni“ los, dem Song, mit dem sie 2021 den Eurovision Song Contest gewonnen haben und der sie nach und nach an die Spitze mehrerer internationaler Musikcharts katapultierte. Die Energie, die die Band ausstrahlt – insbesondere die des Sängers Damiano – scheint sich in der Menge auszubreiten. Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen lassen sich von dieser Welle mitreißender Lässigkeit mitreißen. In den ersten fünfzehn Minuten gibt es keine Sekunde Pause zwischen den drei Stücken, mit denen das Konzert eröffnet wird! Und auch zwischen den restlichen Songs liegen kaum ein paar Augenblicke. Eine beeindruckende Ausdauerleistung der vier (sehr) jungen Italiener.

Von der ersten Sekunde an schweißgebadet und mit Pailletten bekleidet – mit Ausnahme des Gitarristen, der Pailletten auf einer seiner Gitarren trägt! – präsentiert die Pop-Rock-Band die meisten ihrer größten Hits, wie zum Beispiel Ich will dein Sklave sein oder CORALINE, aber auch Coverversionen. Das Publikum tanzt also zu Meine Generation der berühmten britischen Rockband The Who oder, um mal in ein anderes Register zu wechseln, bei einem Stück, das die größten Puristen im Saal vielleicht überrascht hat: Frauenheld von Britney Spears. Eine Häresie bei einem Konzert, das sich als Rockkonzert versteht? Vielleicht, aber diese Coverversion fügt sich so nahtlos in die Show ein, dass sie gar nicht mehr so sehr aus dem Rahmen fällt.
Eine einzigartige Exzentrik, aber keine Impulsivität
L’extravagance du groupe semble prendre pour le dessus pour affirmer sa confiance et ainsi rejeter toute forme de raillerie du public vis-à-vis de la fameuse reprise surprenante. Mais c’est aussi et tout simplement leur manière de se produire: le chanteur mâche un chewing-gum et frôle par moments la négligence. En revanche, les autres membres du groupe, notamment la bassiste et le guitariste, se donnent corps et âme, quitte à finir par terre après certains morceaux. Reste que la nonchalance du chanteur prend tant de la place que ses comparses en sont parfois effacés, sauf pendant leurs solos bien évidemment. Le batteur placé tout au fond de la scène passe quasi inaperçu.
Obwohl während fast des gesamten Konzerts nur wenige Worte an das Publikum gerichtet wurden – und das auch nur vom Sänger (ein kleiner persönlicher Anstoß seitens der anderen Bandmitglieder hätte nicht geschadet, um dieses Konzert zu etwas Einzigartigem zu machen) –, lud die Band doch einige Auserwählte ein, sie für den letzten Song auf die Bühne zu begleiten. Ein wenig paradox und unpassend für ein Konzert, bei dem es manchmal an Spontaneität mangelte.
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Titelbild: Die italienische Band Maneskin beim Montreux Jazz Festival am 12. Juli 2022 © Marc Ducrest
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