Alain Finkielkraut: «Ich werfe der Gegenwart vor, dass sie der Bewunderung keinen Platz einräumt».»
Im Kirchenfeldviertel in Bern sagt der Akademiker, der die Schweiz besucht, dass er von der Schönheit der Hauptstadt überrascht war. Foto: Nicolas Brodard für Le Regard Libre
Der Autor von L'identité malheureuse, Mitglied der Académie française, wird von seinen Gegnern als «nauséabond» eingestuft. Sein Werk steht jedoch in einer humanistischen Linie, wie er in diesem Interview untermauert, in dem er für den Sinn von Bewunderung und Dankbarkeit plädiert.
An einen Tisch gelehnt, trägt Alain Finkielkraut die Anstrengung seines unermüdlichen intellektuellen Engagements mit sich herum. Am Vortag war er der Einladung der Gesellschaft für Frankreichstudien in Basel gefolgt. Deren Präsident Robert Kopp, der den Sammelband La modernité à contre-courant (Bouquins) mit neun Werken des Akademikers herausgegeben hat, wird ihm wenige Stunden nach unserem Gespräch auch in der Alliance française in Bern die Replik halten.
In seinem 1987 erschienenen Buch La Défaite de la pensée (Die Niederlage des Denkens) betonte der Moderator der Samstagssendung «Répliques» auf France Culture die Bedeutung einer Verbundenheit mit der Uni-Kultur
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