Auf dem Weg zu einer unversöhnlichen Schweiz
Fotografien und Bearbeitung von Nicolas Locatelli für Le Regard Libre © Alle Rechte vorbehalten
Man kann sich über die Ergebnisse der eidgenössischen Wahlen in diesem Herbst freuen oder traurig sein, je nach persönlicher Einstellung. Objektiv gesehen kann man sich jedoch Sorgen über die längerfristige Entwicklung der Schweizer Politik machen. Auch wenn alles nach der gleichen Melodie zu klingen scheint, verändert und spaltet sich die Schweiz.
Wenn man die politische Geschichte der Schweiz seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in einem einzigen Wort beschreiben müsste, wäre es «Konsens». Das ist eine Schweizer Tradition, eine nationale Geisteshaltung und eine politische Praxis, um die uns die Welt beneidet. Zumindest ist es das Rezept, das unsere Politiker vor sich hertragen, um den Erfolg des Landes zu erklären. Man muss sich nur die Fernsehinterviews anhören und die Zeitungsinterviews lesen, um zu verstehen, wie zentral dieser Begriff ist: Der eine ist der Kandidat des Konsenses, der andere gibt als Wahlargument an, dass er mit allen zusammenarbeiten kann. Komm
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