8 | Pascal Vandenberghe: «Das Buch schult den kritischen Geist und den Bürgersinn»
ENTRETIEN LONG FORMAT, Ivan Garcia | Im März dieses Jahres veröffentlichte Pascal Vandenberghe, Präsident und Generaldirektor der Payot-Buchhandlungen, Le Funambule du livre, gefolgt von La librairie est un sport de combat (Die Buchhandlung ist ein Kampfsport) bei Editions de L'Aire. Das in zwei Teile (ein langes Interview und ein Essay) unterteilte Werk, von dem Le Regard Libre den ersten Teil in seinen «Dienstagsbüchern» besprochen hat, enthüllt zunächst den beruflichen Werdegang von «Monsieur Payot», der mehrere Hüte getragen hat: Maschinenschlosser, Buchhändler bei der Fnac, Verleger und seit 2004 Generaldirektor der Payot SA. 2014 kaufte Pascal Vandenberghe das Unternehmen von der Gruppe Lagardère Services und wurde CEO des Unternehmens, das die Buchhandlungen Payot und Nature & Découvertes Schweiz umfasst. In einem zweiten Teil des Essays von «Monsieur Payot» werden die Veränderungen, die die Buchwelt in den letzten vierzig Jahren durchlaufen hat, aus der Sicht eines Kenners dargestellt. In vielerlei Hinsicht kann man Pascal Vandenberghe mit Martin Eden, dem Helden aus einem der gleichnamigen Romane von Jack London, vergleichen. Unser Mann des Tages ist ein begeisterter Leser, der sich autodidaktisch weitergebildet und sich nach und nach an die Spitze des größten Netzwerks von allgemeinen Buchhandlungen in der Westschweiz hochgearbeitet hat. Um sein Buch zu besprechen, empfängt uns der Payot-Chef in seinem Lausanner Büro - in dem ein Porträt von Fritz Payot, dem Gründer der Buchhandlung, hängt - und spricht mit uns über die Rolle der Buchhandlung in der Gesellschaft, die Welt der Bücher und die Herausforderungen, vor denen sie demnächst stehen wird.
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