Etienne-Alexandre Beauregard plädiert in «Anti-civilisation» für einen Konservatismus des Gemeinwohls. Nation, gemeinsame Kultur und der «gewöhnliche Mensch» sind nach Ansicht des 25-jährigen Essayisten aus Quebec die vergessenen Voraussetzungen der liberalen Demokratie.
Aktivisten und Figuren der radikalen Linken marschieren im Namen des Antiimperialismus in Kuba auf, verschließen aber die Augen vor der Realität einer Diktatur, in der es über 1200 politische Gefangene gibt.
Nationaler Zusammenhalt, politische Spaltungen, externe Bedrohungen: Die Schweiz braucht eine neue «geistige Landesverteidigung», so der Historiker und zentristische Freiburger Grossrat Bernhard Altermatt in diesem Gastbeitrag.
Der ehemalige Botschafter, der eine harte Anklageschrift gegen die Aussenpolitik der Schweiz und der Europäischen Union abgibt, kritisiert deren Ausrichtung auf die NATO und fordert die Wiederherstellung der diplomatischen Glaubwürdigkeit der Eidgenossenschaft.
In «Afrika gegen die Demokratie» räumt der senegalesische Journalist Ousmane Ndiaye mit einem immer weiter verbreiteten Narrativ auf: dem eines Kontinents, der angeblich mit der Demokratie unvereinbar ist. Eine energische Untersuchung über eine Idee, die zum Alibi der neuen Autoritarismen geworden ist.
Die Alpenrepublik hält sich gerne für ein Modell des Liberalismus. Doch zwischen der Klage gegen einem französischen Satireblatt und dem Schweigen der Regierung angesichts der EU-Sanktionen gegen Jacques Baud versagt das Land im Test der Verteidigung der Freiheit.
Die neue Besteuerung von Ehepaaren könnte der Familieneinheit schaden. Das ist der Standpunkt, der in dieser Kolumne vertreten wird. Um zu dieser Schlussfolgerung zu gelangen, ist jedoch ein Abstecher ins arktische Sibirien erforderlich.
Als Verfechter des Universalismus plädiert der syrische Schriftsteller, der in das Land von Voltaire und Molière geflohen ist, für Vernunft gegen identitäre Auswüchse. Am Donnerstag wird er in Genf sein Werk «Les complices du mal» vorstellen, in dem er den Antisemitismus der Partei France insoumise dokumentiert.
Während sich Bern anschickt, die sozialen Netzwerke zu regulieren, rücken Desinformation und Hassreden wieder in den Mittelpunkt der Frage nach dem öffentlichen Informationsdienst. Einige wollen einen strengeren Rahmen, doch die digitale Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.