Rubrik: Sport
1956 war der Boykott im Sport ein unverkrampfter Akt

1956 war der Boykott im Sport ein unverkrampfter Akt

LONG FORMAT ARTIKEL, Yves Di Cristino | Zwischen China im Februar und Katar im November war die Welt des Sports wahrscheinlich noch nie so sehr mit zaghaften Versuchen konfrontiert, Großveranstaltungen zu boykottieren, wie in den letzten sechs Jahrzehnten. Die USA hatten zwar die Olympischen Spiele 1980 in Moskau inmitten des Kalten Krieges ausgelassen, aber nur wenige erinnern an das in jeder Hinsicht so besondere Jahr 1956. Und es betrifft auch uns Schweizer, denn die Eidgenossenschaft hatte zusammen mit sieben anderen Nationen stolz beschlossen, die Olympischen Spiele in Melbourne zu boykottieren. Die Gründe hingegen gehen in alle Richtungen.

Antirassismus: Der Tag, an dem der Sport seine Unschuld verlor

Die Sportwelt hat mit Kühnheit und Energie auf den Tod von George Floyd in Minneapolis am 25. Mai reagiert. Der sechsmalige Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat es nun zum Brauch gemacht, vor jedem Grand Prix in dieser Saison ein Podium gegen Rassismus aufzustellen. Auf einem schwarz getönten Podium kniet er nieder und reckt die Faust in den Himmel, um für die Anerkennung der Bewegung Black Lives Matter zu kämpfen. Die amerikanischen Profibasketballer ihrerseits sind auf dem Parkett der NBA schon längst an die Praxis gewöhnt und das Bewusstsein für den Kampf gegen jede Form von Diskriminierung gewinnt an Boden. Aber ist es nicht riskant, diesen lebenslangen Kampf so stark zu dramatisieren? Ein Blick zurück auf die Olympischen Spiele 1936 und 1968.
Welche Rolle spielt das Spiel im modernen Fußball?

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Cette année encore, la coupe du monde de football a tenu probablement en haleine les spectateurs de tous pays et de tous horizons. L’occasion idéale de revenir sur les transformations du football moderne et ses conséquences pour ce qui constitue encore l’essence du sport roi: le jeu.