Die Kostüme und die Vorliebe für das richtige Wort werden uns nicht täuschen. Die Verfilmung der «Verlorenen Illusionen» unter der Regie von Xavier Giannoli strahlt durch ihre Anmutung eines großen Spektakels und ihre blendende Besetzung. Ein echter Coup de Force, da das Modell der Verfilmung eines großen Klassikers immer seltener wird. Eine gute Entschlackung der überkommenen Vorstellungen von dieser Übung.
Der frisch mit dem Hörerpreis von «Le Masque et la Plume» gekrönte und in fast allen Kategorien der 46. César-Zeremonie 2021 nominierte Film «Les choses qu'on dit, les choses qu'on fait», geschrieben und inszeniert von Emmanuel Mouret, hat sich angesichts der Coronavirus-Krise nicht unterkriegen lassen. Als sanfter und bescheidener Film bringt er frischen Wind in eine Zeit, in der man noch ohne Maske begehren und lieben konnte.