Nachdem er lange Zeit das Gesicht des politischen Journalismus in der Romandie war, erzählt Alain Rebetez den Schweizern als Korrespondent von Tamedia in Paris von Frankreich. Fünf Jahre nach seiner Ankunft, Bilanz über seine Mission und die Unterschiede zwischen den beiden Ländern.
DOSSIER «VOUS AVEZ DIT EUROPE?» | La relation entre la Suisse et l’Union européenne n’a jamais été aussi mauvaise. Là-dessus, nos deux débatteurs sont d’accord. Mais au-delà, leurs vues s’opposent diamétralement. Félicien Monnier, qui se dit conservateur et souverainiste, est avocat et préside depuis l’an dernier la Ligue vaudoise. Julien Rilliet, membre du Parti socialiste et du Mouvement européen suisse (NOMES), dirige sa propre boîte de consulting politique. Voici nos dix questions à ces deux jeunes observateurs romands, qui s’intéressent au destin de la Suisse et du continent.
Lassen Sie uns unsere Vorstellungskraft anstrengen. Es ist Sonntag, der 20. Oktober 2019. Bereits seit Mittag tröpfeln die Ergebnisse der ersten Kantone ein, wobei einige Regionen offensichtlich schneller sind als andere. Plötzlich, zur allgemeinen Überraschung und entgegen den Medien und Experten, die seit Monaten darüber berichtet haben, sind es nicht die grünen Parteien, die überraschend gut abschneiden, sondern die Schweizerische Volkspartei! Die Karte der Schweiz wird im Laufe des Tages in ein fast einheitliches Grün getaucht, aber nicht in ein helles Grün. Dieses ist viel dunkler. Gegen 19.30 Uhr, als der Starmoderator des Schweizer Fernsehens auf Sendung geht, ist die Lage klar: Zum ersten Mal seit 1919 und dem Ende der freisinnigen Herrschaft in der Schweiz hat eine Partei die absolute Mehrheit sowohl im National- als auch im Ständerat erreicht, und diese Partei ist die SVP.
LONG FORMAT ARTIKEL, Diego Taboada | Die Europawahlen 2019 werden in den meisten Medien als Referendum für oder gegen Einwanderung dargestellt. Warum sollte man sie nicht als Gelegenheit sehen, das System als Ganzes zu überdenken und endlich Reformen zur Rettung der Europäischen Union vorzuschlagen?
Der Freihandel ist nicht mehr zeitgemäß, weniger weil die Politiker nicht daran glauben, sondern weil sie die Bevölkerung lieber belügen, als den Mut zu haben, ihnen die Vorteile offener Märkte zu erklären. Das jüngste Beispiel CETA belegt dies.