Berufsbildung: Eine Angelegenheit der Hochschulen?
LANGARTIKEL, Robin Parisi | Das Schweizer Bildungssystem ist als ein System mit zwei parallelen Hauptzweigen konzipiert, die jedoch miteinander durchlässig sind. Der sogenannte «berufliche» Weg beginnt mit dem bekannten CFC und kann mit Diplomen der Höheren Fachschulen (ES), eidgenössischen Fachausweisen oder eidgenössischen Diplomen abgeschlossen werden. Der zweite Weg führt die Schüler von Maturitätsschulen, Gymnasien oder Fachschulen zu den Hochschulen, also den Universitäten und Fachhochschulen. Dennoch beanspruchen die Fachhochschulen – ein Phänomen, das vor allem in der Romandie zu beobachten ist – unter dem wohlwollenden Segen der französischsprachigen Kantonsbehörden das Privileg der beruflichen Bildung für sich. Dabei verzichten sie jedoch nicht auf das «universitäre» Prestige, das ihnen der Bologna-Prozess verschafft hat.
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