Jean-Michel Olivier ist der einzige Schweizer, der den Prix Interallié gewonnen hat. Anlässlich der Veröffentlichung seines neuen Buches «Lucie d'enfer» teilt der Genfer Schriftsteller seine Sicht auf die Literatur sowie auf die Femme fatale, die im Zentrum dieser Erzählung steht.
Interview mit dem Filmemacher Franz Böhm
ENTRETIEN LONG FORMAT, Ivan Garcia | In einer früheren Ausgabe beantwortete der Verleger Michel Moret meine Fragen zu seiner Neuausgabe der Werke von Charles Ferdinand Ramuz. Eine fruchtbare Begegnung, die zu weiteren Fragestellungen führte. Fasziniert von Ramuz und seiner Bedeutung innerhalb der Literatur unseres Landes, wollte ich diese Figur zusätzlich beleuchten, indem ich mich an einen Spezialisten für sein Werk wandte. Stéphane Pétermann ist Forschungsleiter am Centre des littératures en Suisse romande und leitet zusammen mit Daniel Maggetti die Reihe «Petite bibliothèque ramuzienne» beim Verlag Editions Zoé. Er ist Autor von zwei akademischen Werken über Ramuz: C. F. Ramuz, sentir vivre et battre le mot (PPUR, 2018) und Ramuz, l'écriture comme absolu (Infolio, 2020). Im Anschluss an die Neuauflage von Adam et Eve in der von ihm mitverwalteten Reihe legt Stéphane Pétermann seine Überlegungen zum Unternehmen der Neuauflage sowie zum «Mythos» Ramuz für die Romandie dar.
Als dandyhafter Provokateur und Beobachter seiner Zeit hinterfragt Quentin Mouron in seinem Romanwerk Fortschritt und Dekadenz. Begegnung mit einem klarsichtigen Schriftsteller, der die modernen Illusionen demontiert, ohne auf die Schönheit des Wortes zu verzichten.
Der zweiunddreißigjährige Julien Rochedy ist ein ehemaliger aufsteigender Stern in der französischen Politik. Als Mitglied des Front National erlangte der junge Mann aus der Ardèche seine höchsten Ämter, als er 2012 zum politischen Berater von Marine Le Pen für den Präsidentschaftswahlkampf wurde und im selben Jahr die Leitung des Front National de la Jeunesse übernahm. Die ideologische Entwicklung von Marine Le Pen und der Partei ekelte ihn jedoch nach und nach an - wie er in einem auf seinem YouTube-Kanal geposteten Longform-Video erläutert. So gab Julien Rochedy 2014 jedes politische Engagement auf. Heute widmet er sich voll und ganz der Metapolitik, bei der es, wie er sagt, darum geht, den Kampf auf dem Gebiet der Ideen zu führen. Zu diesem Zweck veröffentlicht er Bücher, hält Vorträge und stellt Videos ins Internet. Ich habe Julien Rochedy im Internet entdeckt, ohne etwas über sein politisches Engagement zu wissen, und ihm dann ein Interview angeboten.
Le Regard Libre N°69 - Ivan Garcia Omar Porras leitet das Théâtre Kléber-Méleau in Renens-Malley, einer ehemaligen Gasfabrik...
ENTERTAINMENT LONG FORMAT, Indra Crittin | Claire Pommet, alias Pomme, wird zu Recht als Singer-Songwriterin beschrieben, aber man sollte sie eher als Aquarellistin sehen. Für ihr neuestes musikalisches Projekt tauchte ihre Feder - oder besser gesagt ihr Pinsel - in ein Meer aus Tränen, einen Ozean der Ungewissheit. Was sie schildert, basiert auf der Transparenz ihrer Emotionen - eine Palette authentischer Farben. Die Künstlerin aus Lyon gibt ihren Mangel an Selbstvertrauen, ihre Angst vor dem Tod und ihre anderen Erfahrungen auf eine Weise preis, dass wir uns mit ihr identifizieren und gleichzeitig unsere eigene Interpretation ihres Werks entwickeln. Kein Wunder, dass ihre Arbeiten minimalistisch sind: Es sind nur wenige Farbschichten nötig, damit das Licht reflektiert wird. Sie, die von Barbara, der Dame in Schwarz, tief geprägt wurde und mit Coverversionen auf YouTube bekannt wurde, nimmt uns nun in ihre poetische Welt mit, die gleichzeitig dunkel und hell ist. Ihr neuestes Reisetagebuch? Eine (letzte) Neuauflage ihres zweiten Albums «Les Failles», das bei den Victoires de la Musique 2020 zum Album der Entdeckung gewählt wurde. Weit entfernt von ihrem ersten Album, das "A près près ce que elle veut" war, zeugt dieses Werk von voll und ganz übernommenen künstlerischen Entscheidungen. Gespräch mit dieser verdammt talentierten jungen Künstlerin, die Tabus entschärft und insbesondere wunderschöne Liebeslieder schreibt.
Er gründete seinen Verlag im Jahr 1986. Seitdem sind vierunddreißig Jahre vergangen. Innerhalb der Verlagsbranche ist Bernard Campiche eine Ausnahmeerscheinung. Er ist ein einsamer Verleger, dessen Liebe zum Text sich in einer äußerst sorgfältigen Verlagsarbeit manifestiert. Im Laufe seiner Karriere hat er große Westschweizer Autoren wie Anne Cuneo, Alexandre Voisard, Jean-Pierre Monnier, Anne-Lise Grobéty oder Jacques Chessex - um nur einige zu nennen - veröffentlicht. Treffen mit einem der akribischsten Westschweizer Verleger in Orbe, im September, vor seinem Umzug nach Sainte-Croix.
ENTRETIEN LONG FORMAT, Antoine Bernhard et Max Moeschler | Snarky Puppy est sans conteste l’un des plus grands groupes de musique contemporaine. Fondé au Texas en 2004, le groupe aux trois Grammy Awards explore un genre musical inédit, à la croisée du jazz, du funk, du R’n’B et de tant d’autres musiques. Dans le cadre de l’événement « Autumn of Music » organisé par le Montreux Jazz Festival, nous avons eu la chance de rencontrer les trois membres du groupe, présents pour l’occasion au Montreux Palace : Michael League (basse et direction), Bill Laurance (clavier) et Justin Stanton (trompette et clavier). Une discussion privilégiée dans un lieu magnifique ! Nous tentons ici d’en retranscrire le plus intéressant.