Plongée dans le quotidien loufoque d'un hooligan
Eine neue, viel rhythmischere Übersetzung.
Eine fast philosophische Erzählung
Der Roman «Portnoy und sein Komplex» aus dem Jahr 1969, der dem Amerikaner Philip Roth zu schwefliger Berühmtheit verhalf, ist ein kleines Buch, an dem man nicht vorbeikommt. Der Autor hatte bereits zehn Jahre zuvor eine Sammlung von Kurzgeschichten mit dem Titel «Goodbye, Columbus» veröffentlicht, der jedoch kein Erfolg beschieden war. Nichtsdestotrotz waren Roths obsessive Themen bereits vorhanden, allen voran natürlich das Judentum. Dieser Schriftsteller ist zweifellos obsessiv, wie alle Genies. Stellen Sie sich einen Tarantino vor, der nicht besessen wäre, ebenso wie ein Proust, ein Polnareff, ein Flaubert oder ein Kubrick. Und es gibt eine Obsession, die sich durch «Portnoy und sein Komplex» zieht: die Obsession mit dem Thema Sex.
Dumm durch ein Bajonett sterben, weil man sich weigert, sich irgendeiner moralischen Ordnung unterzuordnen. Auf dem Schlachtfeld wie ein Stück Fleisch zerfetzt zu werden, weil man sich geweigert hat, sich irgendeiner Tradition zu unterwerfen. Ist es das wert? Die Frage ist ein Echo des Begriffs «Empörung» - das Gefühl des Zorns über eine Handlung, die das moralische Gewissen und das Gerechtigkeitsempfinden verletzt - der Titel des Romans des verstorbenen Philip Roth.
In diesem Roman seziert Philip Roth den amerikanischen Traum anhand des Lebens von Seymour Levov, einem Musterbeispiel für Integration und Erfolg, das schließlich von der Geschichte zermalmt wird. Ein Meisterwerk, das die Zerbrechlichkeit und das Geheimnis eines jeden Schicksals enthüllt.
Philip Roths Dystopie malt das Leben in einem Amerika, das antisemitisch geworden ist. Die veränderte Geschichte zerbricht unsere Gewissheiten und weckt eine Angst, die bis dahin in uns geschlummert hat.
Le Regard Libre N° 27 - Léa Farine « Le plus souvent, rien de particulier ne me tracasse, du moins...