Fake News versetzen Akteure und Beobachter des politischen Lebens in Angst und Schrecken. Aber muss man nicht zugeben, dass die Lüge, deren Definition oft relativ ist, Teil der Geschichte ist? Nur durch Wissen, Diskussion und Argumentation kann ihr Schadenspotenzial gebrochen werden.
Literaturkritik ist eine Tätigkeit, die Zeit und vor allem eine gute Rückenmuskulatur erfordert. Die Bücherstapel, die man in Empfang nehmen muss, können einen schon mal verspannen. Doch bevor die Romane in den Briefkasten wandern, müssen die Verlage erst einmal auf die Anfragen reagieren...
Selten hatte eine Staatslüge so dramatische Folgen. Im Jahr 2003 präsentierte die Bush-Regierung falsche Beweise für den Besitz von Massenvernichtungswaffen durch den Irak, bevor sie in das Land einmarschierte und sich in einem äußerst blutigen Krieg verstrickte.
Unter allen Formen von Lügen, die unseren Alltag bevölkern - Unterlassungslügen, fromme Lügen, eigennützige Lügen, pathologische Lügen - scheint eine einzigartige Kategorie in diesen unruhigen Zeiten die Oberhand zu behalten: die schamlose Lüge.
Nach Kant untergräbt die Lüge die Grundlagen des Staates, während eine trügerische Wahrheit akzeptabel ist. Zwei Jahrhunderte später, mit Präsident Clinton, scheint dieselbe Logik in der Lewinsky-Affäre immer noch am Werk zu sein.
Es mag wie eine banale Phrase klingen, nach dem Motto «Es gibt keine Hitze ohne Kälte», aber der Hinweis darauf, dass es keine Lüge ohne Wahrheit gibt, hat den Vorteil, eine Tatsache auf den Tisch zu bringen, die heute in einigen intellektuellen Sphären zu sehr in Vergessenheit geraten ist: Es gibt die Wahrheit.
Die Fabel kehrt mit Garrone und Benigni zurück