Etikett: Mozart
Mendelssohn, der Romantiker, der mit dem Orchester malte

Mendelssohn, der Romantiker, der mit dem Orchester malte

«Ah, Sie lieben Mendelssohn». Auf einer gesellschaftlichen Veranstaltung ist er wahrscheinlich der Komponist, dessen Lobeshymnen man nicht zu sehr singen sollte. Seine Musik ist zu zugänglich, als dass Sie das Interesse Ihres Gegenübers wecken könnten. Der Snob neigt dazu, zu vergessen, dass Bequemlichkeit eine Eigenschaft ist, die mit Größe und Schönheit vereinbar ist. Mendelssohn galt als der beste Komponist seiner Zeit, zumindest in England. Hier ist ein kleiner Überblick, um die Vorurteile ihm gegenüber loszuwerden und zu entdecken, was an ihm originell und tiefgründig ist.
Frédéric Chopin, Waffen unter Rosen

Frédéric Chopin, Waffen unter Rosen

Chopin, eine exquisite Sensibilität, ein leidender, zerbrechlicher, depressiver Musiker... So stellen wir ihn uns gerne vor. Und doch beschrieb Robert Schumann seine Musik als unter Blumen vergrabene Kanonen. Chopin ist in Wirklichkeit ein politischer Pianist, der das freie Polen symbolisiert. Andererseits war er sehr einflussreich, weshalb er mit so vielen berühmten Künstlern befreundet war. Er war kein Bühnentier wie Liszt, sondern konnte charmant und witzig sein. Der Ausdruck «Waffen unter Rosen» trifft auch auf seine Musik zu: Die angenehme, klassische, fast rosarote Melodie wird oft von einer gewagten Harmonie begleitet, die nur ihm eigen ist und seine Kompositionen genial macht.
Matthieu Mégevand: «Für manche Künstler ist die Kreation eine Explosion».»

Matthieu Mégevand: «Für manche Künstler ist die Kreation eine Explosion».»

ENTRETIEN LONG FORMAT, Ivan Garcia | Matthieu Mégevand ist ein vielbeschäftigter 30-jähriger Religionshistoriker, Journalist und Leiter des Verlags Labor et Fides. Derzeit steht er kurz vor der Fertigstellung einer Romantrilogie, die im Verlag Editions Flammarion veröffentlicht wird und sich mit dem Thema Schöpfung/Zerstörung befasst. Ein Projekt, dessen erster Teil «La bonne vie», der 2018 erschien, dem Dichter Roger Gilbert-Lecomte und seiner «experimentellen Metaphysik» gewidmet ist. Mit diesem ersten Buch wurde er Preisträger der elften Ausgabe (2019 - 2020) des Literaturpreises Le Roman des Romands, der von Schulklassen und Gymnasien verliehen wird. Der zweite Teil seiner Trilogie, der 2019 veröffentlicht wird, konzentriert sich auf den Maler Henri de Toulouse-Lautrec und führt den Leser in das Paris der Belle Epoque, indem er den Spuren dieses missgestalteten, unverstandenen Genies folgt. Der dritte Teil, der bereits fertiggestellt ist, wird in den kommenden Jahren erscheinen und den Virtuosen der musikalischen Schönheit Mozart zum Protagonisten haben. Um über diese ehrgeizige Trilogie und seinen Werdegang als Schriftsteller zu sprechen, treffen wir Matthieu in Genf im «café librairie-livresse», das nur wenige Schritte von Plainpalais entfernt liegt.