2014-2023, das Jahrzehnt aller Gefahren. Alle Wahrheiten, von denen man glaubte, dass sie mit dem Ende des Kalten Krieges in den Köpfen der Menschen verankert waren, sind explodiert. Nichts ist mehr wahr, kein Wert scheint mehr als Kompass dienen zu können... Eine Zeit, um die Zukunft zu überdenken?
Ausgabe feiern wir den Pluralismus und seine Begleiterscheinungen wie Toleranz und Meinungsfreiheit. Bei der Gründung von «Regard Libre» hätten wir uns nicht vorstellen können, wie sehr diese Schlüsselbegriffe unserer Zeitschrift verteidigt werden müssen.
In der Schweiz soll es einen «systemischen Rassismus» geben. Dies ist zumindest die Meinung des Bundes, der einen Bericht zu diesem Thema veröffentlicht hat. Laut Olivier Delacrétaz, Redakteur bei «La Nation», könnten die Auswirkungen dieses Postulats, das sich auf keinerlei Beweise stützt, kontraproduktiv sein.
Jedes Mal, wenn ich das Wort «Wokismus» höre, macht es mich hungrig. Jeder hat seine eigene Fantasie und steckt das hinein, worauf er Lust hat, je nach Inspiration des Augenblicks. Ein bisschen wie
Unter denjenigen, deren Existenz heute darin besteht, überall den «Wokismus» aufzuspüren und zu bekämpfen, neigen viele dazu, ihn mit dem Marxismus gleichzusetzen. Diese vereinfachte und etwas riskante Assoziation ist alles andere als einstimmig.
Der Wokismus ist nicht nur in akademischen und künstlerischen Kreisen weit verbreitet, sondern auch in der Politik. An vorderster Front: die europäischen Institutionen. Ein Blick auf die Temperatur.
Die jüngsten Nachrichten sind von seltsamen Debatten über Sex und Gender geprägt, die an die theologischen Streitigkeiten über Adams Bauchnabel erinnern. Diese Kontroversen haben jedoch einen Ursprung und eine innere Logik, die in diesem Artikel skizziert werden sollen.
Vivek Ramaswamy ist einer der bekanntesten Gegner des neuen Moralismus der Großunternehmen. Der Unternehmer und Kandidat für die US-Wahlen 2024 erklärt die wirtschaftlichen Gründe für den Triumph der Identitätspolitik in den USA.
Das Medium Liber-thé lud mich kürzlich zu einem Videointerview über den Wokismus und die Kritik, die man aus klassisch-liberaler Sicht daran üben kann, ein. Die Ligue vaudoise hat mich ebenfalls eingeladen, an einem Mittwoch im März über das Thema zu sprechen. Hier ist der Kern meiner Ausführungen.