Yann Moix: «Jedes Mal, wenn man mir nach dem Leben getrachtet hat, bin ich davongekommen».»
ENTRETIEN LONG FORMAT, Jonas Follonier | Er ist frei, Moix. Und vor allem ist er von der «romantischen Wahrheit» beseelt, die er in genialer Weise mit sensiblen, harten, tragischen und witzigen Sätzen ausstrahlt. Wer sonst ist dazu in der Lage als ein Meister der geplanten Improvisation? Yann Moix, ehemaliger Kolumnist der von Laurent Ruquier moderierten Sendung «On n'est pas couché» auf France 2 und ehemaliger Moderator seiner Sendung «Chez Moix» auf Paris Première, ist auch ein Kind des Fernsehens, das seine verbale Verve gerne in den Dienst einer intimen und anspruchsvollen Erkundung der Menschen, der Bücher und der Welt stellt. Man hatte mich gewarnt: «Er ist ein bisschen exotisch». Diese Erfahrung hat sich bei diesem Interview bestätigt, das beinahe nicht zustande gekommen wäre. Der Schriftsteller, Regisseur und Fernsehkolumnist spricht für Le Regard Libre über seine «schrecklichen Jahre» in seinen Zwanzigern, die Stadt Reims in den 80er Jahren und den Antisemitismus, in den er sich damals verstrickte. Zwei Jahre nach seiner Polemik im Zusammenhang mit seiner Familie, die er nicht mehr als solche bezeichnet, erläutert einer der besten zeitgenössischen französischen Autoren, was er unter «romantischer Wahrheit» versteht.
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