Birma: Die Angst vor einem gescheiterten Staat
Nach den Parlamentswahlen überraschte das birmanische Militär die Welt mit der gewaltsamen Wiedererlangung der Macht. Nach nur zwei Monaten Protest droht der birmanische Staat zu einem weiteren gescheiterten Staat zu werden - mit den entsprechenden Folgen für eine Region, die an Zentralität gewinnt.
Im Jahr 2008 ließen die Signale des herrschenden Militärs darauf hoffen, dass in Birma ein Demokratisierungsprozess beginnen würde. Doch am 1. Februar dieses Jahres wurde der Welt die Realität der Macht in diesem südasiatischen Land vor Augen geführt: Das Militär hat die Macht inne, trotz der überwältigenden Ergebnisse der pro-demokratischen Partei bei den Parlamentswahlen. Die nationale Armee, die eine zentrale und dominante Institution in Birma ist, hat nach und nach ihre Kontrolle über verschiedene Wirtschaftssektoren ausgeweitet und sich selbst als Verteidigerin der Demokratie dargestellt.
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