Australien zögert nicht, die Bemühungen der USA und ihrer Verbündeten im Kampf gegen die wachsende Macht Chinas, seines wichtigsten Wirtschaftspartners, zu unterstützen. Eine faktische Abhängigkeit, die den strategischen Handlungsspielraum Canberras einschränkt.
Mit großem Propagandaaufwand versucht Peking, seine Bevölkerung und die internationale Gemeinschaft von der zutiefst chinesischen Identität Taiwans zu überzeugen. Die Realität ist komplexer.
Seit der Jahrhundertwende nehmen die Einkommensunterschiede weltweit ab. In China, Indien, Russland, den USA und innerhalb der europäischen Länder - nicht aber in der Schweiz - nimmt die Einkommensungleichheit jedoch zu. Erklärungen für ein neuartiges Phänomen, das sich fortsetzen wird.
Russland und China haben sich gerade während eines Besuchs von Xi Jinping in Moskau auf den Bau einer Gaspipeline geeinigt. Ein Zeichen dafür, dass sich Russland, wie auch andere Mächte, einem Land zuwendet, das sich als Alternative zur westlichen Ordnung präsentieren will.
Mitte der 2000er Jahre tauchte angesichts des chinesischen Machtzuwachses die Idee einer notwendigen und engen Zusammenarbeit zwischen China und den USA auf. Seitdem hat sich in der chinesisch-amerikanischen Beziehung so viel verändert, dass die weitere Entwicklung nichts Gutes verheißt. Aber vielleicht hätte es auch anders kommen können.
Südostasien lebt nun im Schatten Chinas und unter dem Druck der USA. Gibt es in diesem Kampf der Giganten eine Alternative für die Regierungen der Region?
DOSSIER «DAS ENDE DER WELT» | Hong Xiuquan, ein gescheiterter Literat, der viermal sein Examen verpasste und nach einer existenziellen Krise bei christlichen Missionaren Gott kennenlernte, war der Auslöser für einen der tödlichsten bewaffneten Konflikte in der Geschichte.
Der schicksalhafte Moment rückt näher. Noch nie war die Volksrepublik China (VRC) so bereit für ihre historische Mission: die Wiedervereinigung Chinas zu vollenden und die Schmach des Jahrhunderts der Erniedrigung abzuwaschen. Peking bereitet sich seit langem darauf vor, ebenso wie Taipeh und Washington. Obwohl alle Optionen auf dem Tisch liegen, ist es nicht sicher, dass diese Operation der Auftakt zu einer neuen Konfrontation zwischen den Großmächten sein wird. Im Folgenden werden drei wichtige Szenarien und die ihnen zugrunde liegenden Herausforderungen beschrieben.
LONG FORMAT ARTIKEL, Yves Di Cristino | Zwischen China im Februar und Katar im November war die Welt des Sports wahrscheinlich noch nie so sehr mit zaghaften Versuchen konfrontiert, Großveranstaltungen zu boykottieren, wie in den letzten sechs Jahrzehnten. Die USA hatten zwar die Olympischen Spiele 1980 in Moskau inmitten des Kalten Krieges ausgelassen, aber nur wenige erinnern an das in jeder Hinsicht so besondere Jahr 1956. Und es betrifft auch uns Schweizer, denn die Eidgenossenschaft hatte zusammen mit sieben anderen Nationen stolz beschlossen, die Olympischen Spiele in Melbourne zu boykottieren. Die Gründe hingegen gehen in alle Richtungen.