Welt Analyse

| Ein westliches Jahrzehnt im Zeichen der Dekonstruktion

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geschrieben von Olivier Meuwly · 19. Oktober 2023 · 0 Kommentare

2014-2023, das Jahrzehnt aller Gefahren. Alle Wahrheiten, von denen man glaubte, dass sie mit dem Ende des Kalten Krieges in den Köpfen der Menschen verankert waren, sind explodiert. Nichts ist mehr wahr, kein Wert scheint mehr als Kompass dienen zu können... Eine Zeit, um die Zukunft zu überdenken?

Der Blick auf das Jahrzehnt 2014-2023 zwingt den Betrachter, einige Jahre zurückzugehen. Das 21. Jahrhundert hatte gut begonnen. Unter der Schirmherrschaft einer wirtschaftlichen und technologischen Globalisierung, die noch als ’glücklich« bezeichnet wurde, schienen die Versprechungen, die sich aus dem Ende des Kalten Krieges ergaben, in greifbare Nähe gerückt zu sein. Tatsächlich wurden die Ungleichheiten auf der ganzen Welt verringert und eine Ära des Friedens schien anzubrechen. Zwar war bereits bekannt, dass große Teile der westlichen Gesellschaften in einem nagenden Ressentiment versanken, dass sie im Wiedererwachen der Nation eine Antwort auf ihre Abneigung gegenüber der »alten’ Welt suchten, aber es gab auch Anzeichen dafür, dass sie sich nicht mehr auf die "neue" Welt konzentrieren wollten.’

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Olivier Meuwly
Olivier Meuwly

Juriste et historien, spécialiste du XIXe siècle helvétique et des partis politiques suisses, Olivier Meuwly contribue au Regard Libre en qualité d'invité de la rédaction.