Kann man Protektionismus gutheißen?
Der britische Ökonom David Ricardo im Jahr 1821, gemalt von Thomas Phillips. Foto: Wikimedia
Der Protektionismus wird oft als natürlicher Feind des Wohlstands denunziert und ist ein beliebtes Mittel, um Karikaturen zu zeichnen. Wenn man ihn ernst nimmt, wirft er jedoch interessante Fragen an die Orthodoxie des Freihandels auf.
Man kann nicht über den Merkantilismus sprechen, ohne den Protektionismus zu erwähnen. Von Anfang an war das, was heute als Merkantilismus bezeichnet wird, von dem Wunsch der Staaten geprägt, die Handelsströme zu kontrollieren, Edelmetalle anzuhäufen und ihre militärische Macht zu stärken. Der Protektionismus ist die praktische Umsetzung: Zollschranken, Handelsmonopole und Einfuhrbeschränkungen. Den Protektionismus auf ein archaisches Überbleibsel zu reduzieren, das einem rationalen Freihandel entgegensteht, wäre jedoch eine zu vereinfachende Lesart.
Protektionismus, eine Praxis der UmständeDie Debatte setzte im 19. Jahrhundert ein, als der freie Staat in den Vereinigten Staaten von Amerika und in den Vereinigten Staaten von Amerika eine große Rolle spielte.
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