Churchill, ein Gedächtnis im Krieg
La statue de Winston Churchill dans l'Essex, en Angleterre. Photo: Wikimédia, sous CC 4.0
Bei seinem Tod im Jahr 1965 wurde Winston Churchill einstimmig als Retter Grossbritanniens gefeiert. Heute ist seine Statue das Ziel von Vandalismus. Diese Verschlechterung seines Images ist auf mehrere historiographische Wendepunkte zurückzuführen.
Ist es vorstellbar, dass ein einzelner Mann eine ganze Stadt zum Stillstand bringen kann? Doch genau das geschah am 30. Januar 1965, dem Tag der Beerdigung von Winston Churchill. Die Beerdigung, die als Gelegenheit gedacht war, die nationale Einheit zu stärken und die Grösse Englands trotz des Verlusts seiner Kolonien zu bekräftigen, wurde zu einer posthumen Krönung. Die Nation begrüsste weniger einen ehemaligen Premierminister als vielmehr einen Retter.
Das Fernsehen, die Presse und schließlich die große offizielle Biografie von Martin Gilbert trugen dazu bei, eine Erzählung zu etablieren, der man sich leicht anschließen konnte: Churchill hatte 1940 Widerstand geleistet, als alles nachgab, er hatte den Krieg gewonnen, er hatte den Krieg gewonnen, er hatte den Krieg gewonnen und er hatte den Krieg gewonnen.
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