Autorin: Fanny Agostino
Fanny Agostino

FANNY AGOSTINO

Fanny Agostino ist Lehrerin und schreibt Filmkritiken sowie Artikel über Geschichte und Musik für Le Regard Libre. Sie ist außerdem für die Rubrik Cinéma mitverantwortlich.

«Madeleine Collins»: Die Täuschung ist nur scheinbar echt

«Madeleine Collins»: Die Täuschung ist nur scheinbar echt

Können Ehebruch und das Phantasma des Doppellebens im Kino noch (re-)besichtigt werden? Antoine Barraud bejaht dies und entführt den Zuschauer in einen Thriller, in dem der Wahnsinn lauert. Virginie Efira knüpft an das Thema der Identitätsstörung an, das sie in «Sybil» erforscht hat. Sie liefert eine brillante Darstellung einer feurigen und hartnäckigen Frau.
«Verlorene Illusionen»: Youtube und seine gesponserten Inhalte haben nichts erfunden

«Verlorene Illusionen»: Youtube und seine gesponserten Inhalte haben nichts erfunden

Die Kostüme und die Vorliebe für das richtige Wort werden uns nicht täuschen. Die Verfilmung der «Verlorenen Illusionen» unter der Regie von Xavier Giannoli strahlt durch ihre Anmutung eines großen Spektakels und ihre blendende Besetzung. Ein echter Coup de Force, da das Modell der Verfilmung eines großen Klassikers immer seltener wird. Eine gute Entschlackung der überkommenen Vorstellungen von dieser Übung.
«Lara Jenkins»: Der gewöhnliche Anspruch

«Lara Jenkins»: Der gewöhnliche Anspruch

Ist Strenge in der elitären Welt der Musiker gleichbedeutend mit Anspruch? Jan-Ole Gerster verfolgt mit Lara Jenkins den Alltag einer verbitterten 60-Jährigen auf der Suche nach Erlösung. An ihrem Geburtstag will ihr Sohn Viktor ein Konzert geben, um seine neuen Kompositionen vorzustellen. Im Streit mit ihrem Nachwuchs - oder besser gesagt im interstellaren Frost - beschließt die Stiefmutter, die restlichen 20 Eintrittskarten zu erwerben und macht es sich zur Aufgabe, sie vor Beginn der Veranstaltung zu verteilen. Werden sich die Jenkins wieder versöhnen können?