Autorin: Jean-David Ponci
Jean-David Ponci

JEAN-DAVID PONCI

Mendelssohn, der Romantiker, der mit dem Orchester malte

Mendelssohn, der Romantiker, der mit dem Orchester malte

«Ah, Sie lieben Mendelssohn». Auf einer gesellschaftlichen Veranstaltung ist er wahrscheinlich der Komponist, dessen Lobeshymnen man nicht zu sehr singen sollte. Seine Musik ist zu zugänglich, als dass Sie das Interesse Ihres Gegenübers wecken könnten. Der Snob neigt dazu, zu vergessen, dass Bequemlichkeit eine Eigenschaft ist, die mit Größe und Schönheit vereinbar ist. Mendelssohn galt als der beste Komponist seiner Zeit, zumindest in England. Hier ist ein kleiner Überblick, um die Vorurteile ihm gegenüber loszuwerden und zu entdecken, was an ihm originell und tiefgründig ist.
Die Woke-Ideologie: Gefallen für die «Benachteiligten»

Die Woke-Ideologie: Gefallen für die «Benachteiligten»

ARTICLE LONG FORMAT, Jean David-Ponci | La culture woke est apparue dans les années 2000 aux Etats-Unis pour décrire un militantisme en faveur des Noirs et, par extension, envers toutes les personnes jugées défavorisées en raison de leur appartenance ethnique, leur sexe, leur orientation sexuelle, leur physique ou leur handicap. De nombreux intellectuels de gauche comme de droite, le plus célèbre étant Barack Obama, ont condamné cette idéologie présente dans les universités. Aux Etats-Unis, la culture woke concerne en premier lieu la défense des Noirs, en particulier avec le mouvement Black Lives Matter, tandis qu’en Europe elle est surtout soutenue par les lobbys LGBT. Même si cette forme avancée de politiquement correct peut nous sembler ridicule, cette analyse nous fera découvrir que nous avons déjà admis les présupposés qui y mènent. Nous sommes tous déjà un peu woke sans en être conscients.
Johannes Brahms: Bär oder verletzter Mann?

Johannes Brahms: Bär oder verletzter Mann?

Brahms, der Ruf eines Misanthropen, seine Musik oft schwerfällig und zu akademisch. Der Norddeutsche Brahms mochte Frankreich nicht besonders, und französische Komponisten haben ihn immer wieder verunglimpft. Es hieß, dass sein Sauerkraut dank seiner vielen Italienreisen oft mit Ambrosia, dem Getränk der Götter, übergossen wurde. Das ist wahr... Hinter einer gewissen Schwere gibt es «göttliche» Passagen von intensiver Schönheit. Deshalb würde ich, wenn ich eine einzige Minute Musik auf eine einsame Insel mitnehmen müsste, diese bei Brahms finden. Brahms ist in Wirklichkeit ein Mann, der durch eine unglückliche Kindheit als Musiker in einem Hamburger Hafenkabarett tief verwundet wurde, aber aus dieser Wunde entspringt die erhabene Musik, die ich behalten würde. Vielleicht hilft uns diese Verletzung auch, ihn besser zu verstehen und ihm seine Linkshändigkeit zu verzeihen.
Frédéric Chopin, Waffen unter Rosen

Frédéric Chopin, Waffen unter Rosen

Chopin, eine exquisite Sensibilität, ein leidender, zerbrechlicher, depressiver Musiker... So stellen wir ihn uns gerne vor. Und doch beschrieb Robert Schumann seine Musik als unter Blumen vergrabene Kanonen. Chopin ist in Wirklichkeit ein politischer Pianist, der das freie Polen symbolisiert. Andererseits war er sehr einflussreich, weshalb er mit so vielen berühmten Künstlern befreundet war. Er war kein Bühnentier wie Liszt, sondern konnte charmant und witzig sein. Der Ausdruck «Waffen unter Rosen» trifft auch auf seine Musik zu: Die angenehme, klassische, fast rosarote Melodie wird oft von einer gewagten Harmonie begleitet, die nur ihm eigen ist und seine Kompositionen genial macht.
Ist Robert Schumann verrückt? Verrückt nach Liebe, auf jeden Fall!

Ist Robert Schumann verrückt? Verrückt nach Liebe, auf jeden Fall!

LONG FORMAT ARTIKEL, Jean-David Ponci | Im Gefolge von Beethoven haben wir uns bereits mit den drei Giganten des 19. Jahrhunderts, Wagner, Liszt und Berlioz, befasst, die man auch als die Bulldozer der Romantik bezeichnen könnte. Sie waren extrem fortschrittlich und innovativ und entsprachen kaum der Vorstellung des romantischen Künstlers, der meditativ und zerbrechlich war. Es ist an der Zeit, Platz für die «Introvertierten» der Epoche zu machen, die auf andere Weise Giganten waren. Von Schubert war bereits die Rede, es bleiben Chopin, Brahms und vor allem Schumann. Noch heute ist es schwer zu sagen, wie es um Schumanns Wahnsinn und seine Liebe zu Clara bestellt war. Angesichts eines Lebens, das von seinen Angehörigen mit dem Heiligenschein der Lüge versehen wurde, hinterlässt er uns ein Werk, das vor Wahrheit schreit, Meisterwerke der Empfindsamkeit, die ihn zum leidenschaftlichsten aller Romantiker machen, oder vielleicht sogar zum romantischsten aller Romantiker.
Berlioz, der unverstandene Riese

Berlioz, der unverstandene Riese

Laut Wagner waren es drei. Berlioz, Liszt und er: die drei Giganten der damaligen Zeit. Das macht einen nachdenklich. Wie kann ein so umstrittener Komponist wie Berlioz ein Riese sein? Das Einzige, was man auf den ersten Blick über ihn sagen kann, ist, dass er seine Zeitgenossen nicht gleichgültig ließ.