Novecento, wenn der Monolog Freiburg bewegt

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geschrieben von Loris S. Musumeci · 02. Dezember 2017 · 0 Kommentare

Le Regard Libre Nr. 33 - Loris S. Musumeci

« Meine letzte Erinnerung an ihn ist eine Stimme. Nur eine Stimme, die spricht».»

Die theatralische Erinnerung, die Freiburg hingegen bewahrt, ist das Festival FriScènes. Wo die Bühne dem Wort Platz macht, es mit ihren Scheinwerfern beleuchtet und im dunklen Saal Stille um sich herum schafft. Vor allem die Stimme des jungen Schauspielers Lionel Fournier hinterließ einen bleibenden Eindruck. Allein auf den Brettern, um den Monolog von Alessandro Baricco unter der nüchternen und berührenden Regie von Cédric Jossen zu interpretieren.

Danny Boodman T.D. Lemon Novecento wurde wenige Tage nach seiner Geburt auf einem Ozeandampfer ausgesetzt. Er wird von einem Mitglied der Besatzung adoptiert und findet sich mit acht Jahren als Virtuose am Klavier des Ballsaals wieder. Mit siebenundzwanzig Jahren lernt er den Erzähler kennen, einen Trompeter, der sich dem Orchester anschließt. « Novecento und ich, da wurden wir Freunde für das Leben, für den Tod.» Dank der engen Verbindung zwischen den beiden Musikern wird dem Publikum die unglaubliche Geschichte des Pianisten, der nie von seinem Schiff herunterkam, geboten.

Das Stück ist tiefgründig und schnörkellos. Es geht um Freundschaft, Verwurzelung, Musik, Erlösung, Entscheidungen und Unendlichkeit. All dies entspringt dem Körper eines einzigen Mannes. Die Pausen, die Bewegungen und das dezente Lichtspiel schaffen es dennoch, dem künstlerischen Moment Rhythmus zu verleihen und die Aufmerksamkeit des Zuschauers auf die zarte Erzählung von Novecento zu lenken.

Schreiben Sie dem Autor : loris.musumeci@leregardlibre.com

Bildnachweis: © media.fondationinterface.ch

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