In der Renaissance: Tierprozesse
Le Regard Libre Nr. 84 - Enzo Santacroce
Dossier «Der Mensch und das Tier»
Tiere nehmen in der Umwelt der Menschen einen zentralen Platz ein. Sie sind sowohl liebenswerte Weggefährten als auch wilde, aggressive Tiere, die es zu schlachten gilt. Diese Ambivalenz ist eigentlich unsere eigene, denn Ethologen haben nachgewiesen, dass die Kontinuität zwischen tierischem und menschlichem Verhalten in Bezug auf die Nahrungssuche, die materielle Sicherheit und den Bau von Lebensräumen begründet ist. Verführungsspiele sind da keine Ausnahme. Die Ähnlichkeiten sind manchmal so beunruhigend, dass die Definition des Menschen und sein Platz in der Natur immer wieder in Frage gestellt werden. In der langen Geschichte dieser zwiespältigen Beziehungen zeugen die Tierprozesse, die zwischen dem 16. und 17.
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