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Gesellschaft

Analyse

Das 19. Jahrhundert oder der Aufstieg einer rebellischen Jugend4 Leseminuten

von Antoine Lévêque
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Anonym, «Porträt von Maximilien de Robespierre (1758-1794), Politiker», 1758. Öl auf Leinwand. Musée Carnavalet, Geschichte von Paris.

Nach Ansicht einiger Ideenhistoriker stellte das 19. Jahrhundert einen Bruch mit früheren Zeiten dar, in denen das Alter noch als Garant für Erfahrung und als Vorbild für die jüngeren Generationen galt.

Wenn es nach Mona Ozouf geht, könnte man das 19. Jahrhundert als ’verwaist« bezeichnen. In einem 2007 in Le Nouvel observateur veröffentlichten Artikel vertrat die französische Historikerin die Ansicht, dass die großen politischen und gesellschaftlichen Brüche, die den Beginn dieses Jahrhunderts kennzeichneten, der jungen Generation ein tiefes Gefühl der Leere vermittelten. Nach der Gewalt der Revolution und dem Krach des napoleonischen Epos war die französische und europäische Jugend auf der Suche nach neuen Orientierungspunkten.

Doch anstatt sich darauf zu konzentrieren, die Überreste einer zu schnell abgelegten Vergangenheit wieder aufleben zu lassen, begannen die europäischen Gesellschaften, der Vergangenheit mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

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