Die Kunst des Nachrufs mit Bénichou

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geschrieben von Loris S. Musumeci · 16. Juli 2020 · 0 Kommentare

Le Regard Libre Nr. 63 - Loris S. Musumeci

Ich weiß nicht, warum, aber ich höre, wie Pierre Bénichou mir liebevoll sagt: «Du kleiner Idiot, erst jetzt, wo ich tot bin, denkst du daran, etwas über mein Buch zu schreiben.» Das ist so typisch für ihn: Menschen beleidigen, um ihnen seine Freundschaft zu zeigen. Umso mehr, weil er Recht hat. Ich habe sein Buch gelesen, als es 2017 erschien, aber da es warten, warten und immer warten kann, musste Pierre Bénichou am 31. März dieses Jahres einschlafen - ohne aufzuwachen -, damit ich sein einziges Buch, die Nachruf-Sammlung Les absents, levez le doigt, in die Hand nahm, damit ich meinerseits seinen Nachruf oder sein ’Erinnerungsporträt«, wie er es nennt, schreibe.

Bénichou sagte, er habe ein gutes Gedächtnis, schreibe aber nur kurze Texte. Auch ich werde versuchen, mich kurz zu fassen. Und vor allem nüchtern zu bleiben. Denn so ist es nun mal, die n

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