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Ein süßer erster Abend am Paléo mit NTO3 Leseminuten

von Erica Berazategui
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NTO am Paléo Festival 2023 © Paléo - Loorent

Staub und Menschenmassen sind am Dienstag, dem 18. Juli, auf der Asse-Ebene anzutreffen: Es geht los mit der 46. Nach Louise Attaque und den Black Eyed Peas bietet uns der Komponist elektronischer Musik NTO eine schwindelerregende Show.

Auch wenn die Gewittergefahr das Paléo Festival an diesem ersten Abend der Ausgabe 2023 bedrohte, ließ sich das Publikum nicht einschüchtern. Die Festivalbesucher waren wie immer anwesend und strömten schon bei den ersten Konzerten in Scharen auf alle Bühnen, um den Künstlern die Ehre zu erweisen. Auch um 1 Uhr morgens, am Fuße des prächtigen Belleville. Die in diesem Jahr blau und grün geschmückte Elektro-Ecke empfing den digitalen Musiker NTO, der sein Publikum in ein Paralleluniversum entführte.

Das Konzert beginnt langsam: Man spürt, dass die Menge vielleicht ein wenig müde ist, aber nach dem ersten Abend durchaus anwesend ist. Die azurblauen Lichter auf der Bühne laden den Zuschauer dazu ein, sich von den fast traumhaften, aber sehr rhythmischen Klängen, die von allen Seiten kommen, mitreißen zu lassen. Und wenn man sich mitreißen lässt, landet man in einer Zeitblase, die frei von Sprache ist.

Wie auf einer Wolke

Ohne zu spüren, wie die eineinviertel Stunden des Konzerts in der feuchten Hitze der Menge vergehen, lässt man sich von den Bässen wiegen, die regelmäßig auf den Höhepunkten der Stücke des französischen Künstlers beschleunigen und explodieren. Die Scheinwerfer ziehen in Richtung Rot und Rosa, um diese Momente zu untermalen. Wenn man den oberen Teil der Bühnendekoration betrachtet, sieht man weiße, rote, rosafarbene oder auch blaue Lichtpunkte, die sich von einem schwarzen Himmel abheben und in ihn eindringen, so wie die Bässe in die Körper eindringen.

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Während NTO sich mehrere Zigaretten anzündet, schwirrt eine kleine Wolke aus Watte und LEDs in den Farben der italienischen Flagge durch die Menge und stellt die Stimmung des Konzerts perfekt dar. Die Wolke steht fest auf ihrem Stock und passt sich dem Rhythmus an: Am Anfang steigt und sinkt sie langsam. Wenn der Rhythmus schneller wird und die Beleuchtung sich rot färbt, dreht sich die Wolke um sich selbst und bewegt sich immer schneller, genau wie das Publikum, das sich nach dem Schlussapplaus schnell auflöst. Ein wunderbares, zeitloses Erlebnis zum Auftakt von Paléo.

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