Alain Soral ist ’rechtsextrem« und das war's?
Ist der wegen Antisemitismus verurteilte und nun wegen Rassismus angeklagte Polemiker wirklich ein typisches Beispiel für einen ultrarechten Denker? Ist in seinem Brei nicht auch ein bisschen links? In einer Zeit, in der der Progressivismus manchmal totalitäre Züge annimmt, stellt sich die Frage nach der Definition von Extremen.
Der französische Ideologe Alain Soral, der sich als Geächteter sieht und auch so denkt, wurde am 30. Juli erneut angeklagt. Wieder unter demselben Titel, Anstiftung zum Rassenhass, zusätzlich zu einem Aufruf zu einer «faschistischen Revolution». Diesmal wird er nicht wegen antisemitischer Äußerungen, auf die er sich spezialisiert hat, angeklagt oder verurteilt, sondern wegen Äußerungen, die Schwarzen schaden könnten - «le Black», der in einem seiner auf seiner Plattform «Egalité et réconciliation» veröffentlichten Videos als «parasite prédateur pousser à la haine jusqu'au bout» (räuberischer Parasit, der den Hass bis zum Äußersten treibt) bezeichnet wird. Gleichzeitig erfahren wir
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