In den letzten zehn Jahren hat Chinas ungebrochenes Wachstum das Land auf die internationale Bühne gebracht. Inzwischen hat China die USA teilweise überholt. Wird diese Verschiebung in der Rangfolge der Mächte Konsequenzen für den Westen haben?
Der Machtwechsel beschreibt ein in der Geschichte immer wiederkehrendes Phänomen: Die Macht eines Landes nimmt zu, wodurch seine territorialen, militärischen und wirtschaftlichen Ansprüche steigen. Angesichts dieser wachsenden Bedrohung fühlt sich das mächtigste Land bedroht und geht einen Konflikt mit seinem Rivalen ein. Die Beschreibung dieses Mechanismus stammt aus der Antike, insbesondere von Thukydides in Der Peloponnesische Krieg, der behauptete, dass die aufstrebende Macht Athens der etablierten Macht Spartas in einem Krieg gegenübertreten müsse. So wird die aufsteigende Macht am Ende des Krieges entweder in ihre Rolle als Zweitmacht zurückversetzt oder sie übernimmt ihre Rolle als Zweitmacht.
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