ENTRETIEN LONG FORMAT, Jonas Follonier | Er ist frei, Moix. Und vor allem ist er von der «romantischen Wahrheit» beseelt, die er in genialer Weise mit sensiblen, harten, tragischen und witzigen Sätzen ausstrahlt. Wer sonst ist dazu in der Lage als ein Meister der geplanten Improvisation? Yann Moix, ehemaliger Kolumnist der von Laurent Ruquier moderierten Sendung «On n'est pas couché» auf France 2 und ehemaliger Moderator seiner Sendung «Chez Moix» auf Paris Première, ist auch ein Kind des Fernsehens, das seine verbale Verve gerne in den Dienst einer intimen und anspruchsvollen Erkundung der Menschen, der Bücher und der Welt stellt. Man hatte mich gewarnt: «Er ist ein bisschen exotisch». Diese Erfahrung hat sich bei diesem Interview bestätigt, das beinahe nicht zustande gekommen wäre. Der Schriftsteller, Regisseur und Fernsehkolumnist spricht für Le Regard Libre über seine «schrecklichen Jahre» in seinen Zwanzigern, die Stadt Reims in den 80er Jahren und den Antisemitismus, in den er sich damals verstrickte. Zwei Jahre nach seiner Polemik im Zusammenhang mit seiner Familie, die er nicht mehr als solche bezeichnet, erläutert einer der besten zeitgenössischen französischen Autoren, was er unter «romantischer Wahrheit» versteht.
Ein erster Roman von bemerkenswerter Virtuosität.
d Bear, es ist ein ganzer Katalog von Tiraden, die den Ausschweifungen des guten Mannes zu Hilfe kommen.
ENTRETIEN LONG FORMAT, Ivan Garcia | Jedes Jahr ist das Festival «Le Livre sur les quais» in Morges der Treffpunkt des Schweizer Literaturherbstes, an dem sich Autoren, Verleger und Leser am Ufer des Genfersees treffen. Bei dieser zwölften Ausgabe ist der Ehrenpräsident der Veranstaltung kein anderer als der spanische Schriftsteller und Übersetzer Javier Cercas. Der in Katalonien lebende Kolumnist der spanischen Tageszeitung «El País» schreibt seit den 1980er Jahren Bücher. Besonders erfolgreich war er mit der Veröffentlichung des Romans «Die Soldaten von Salamis» im Jahr 2001, in dem ein Journalist einen mysteriösen Soldaten untersucht, der während des Bürgerkriegs den Ideologen und Gründungsmitglied der spanischen Falange, Rafael Sánchez Mazas, gerettet haben soll. Javier Cercas, der sich besonders für die zeitgenössische spanische Geschichte interessiert, aus der er Material für seine Schriften gewinnt, hat in letzter Zeit eine Reihe von Kriminalromanen um den ermittelnden Polizisten Melchor Marin begonnen, deren erster Teil «Terra Alta» dieses Jahr von den Editions Actes Sud ins Französische übersetzt wurde. Treffen mit dem Schriftsteller an einem Septembernachmittag im Autorenzelt des «Livre sur les quais», um über sein Werk sowie über die Situation in Spanien und Katalonien zu diskutieren.
Selbstkritik, manchmal hart
Die Geschichte einer Rehabilitation
Weit entfernt von persönlicher Entwicklung
Immigration algérienne, deuxième génération
Bücher am Dienstag - Lauriane Pipoz Obwohl Frauen bestimmte Freiheiten erst nach hartem Kampf erlangt haben, sind die letzten...