Die Versuchung, eine Industriepolitik zu betreiben, schwebt über der Schweiz. Doch die jüngste Wirtschaftsgeschichte – von der Uhrenindustrie bis zum Fiasko des Atomreaktors in Lucens – zeigt, dass staatliche Eingriffe die Volkswirtschaft eher schwächen als stärken.
Der Protektionismus wird oft als natürlicher Feind des Wohlstands angeprangert und ist ein beliebtes Mittel, um Karikaturen zu zeichnen. Wenn man ihn...
Die US-Zölle sind ein Symbol für das Wiederaufleben des Merkantilismus. Imperiale Rückzugsgebiete, Ressourcenknappheit, militarisierter Handel: Mit dem Ende des Freihandels kehrt die Weltwirtschaft zu ihren alten Reflexen zurück. Ein Nullsummenspiel, bei dem alle verlieren, außer denen, die die Regeln diktieren.
Der wirtschaftliche Erfolg des Westens wurde durch eine Aufwertung der bürgerlichen Tugenden und der Freiheit ermöglicht. Sie wurden 1848 entfacht. Die Schweiz ist das perfekte Beispiel dafür.
Die Wirtschaft ist in der Sprache der Modelle und Gleichungen erstarrt. Ihre Grundlagen sind jedoch philosophischer Natur. Wenn man heterodoxen Strömungen wieder zu ihrem Recht verhilft, gibt man der Disziplin ihre Vitalität und ihren Pluralismus zurück - und damit auch ihre Verbindung zum Liberalismus.
Die freie Einwanderung aus der EU steigert zwar die Wirtschaftsleistung, hat aber gravierende, übersehene Nebenwirkungen. So wird sie zum Motor einer illiberalen Transformation der Schweiz.
Die Gründer des Instituts für Wirtschaftspolitik (IWP) in Luzern haben am Donnerstag in Bern den Freiheitspreis 2025 der Bonny-Stiftung erhalten. Diese würdigte den Beitrag dieser beiden «intellektuellen Unternehmer» zur Debatte und zum Wissen.
Ich war gekommen, um meinen dreißigsten Geburtstag in der Stadt des Karnevals zu feiern. Doch hinter den Gondeln entdeckte ich vor allem eine alte Republik, die auf Wasser, Ordnung und Handel aufgebaut war. Eine Vorläuferin des Freihandels, die in Zeiten protektionistischer Rückzugsgefechte aktueller denn je ist.
Laut Mark Schelker mangelt es dem Bund an steuerlichen Schlüsseldaten. Der Ökonom plädiert für eine sichere Zentralisierung der Informationen, um die Auswirkungen von Steuerreformen, wie die Erbschaftssteuerinitiative der Jungsozialisten, besser vorhersagen zu können.