Islam und Islamismus: nicht gleichbedeutend, aber verwandt

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geschrieben von Jonas Follonier · 01 März 2016 · 0 Kommentare

«Kein Amalgam», wird uns seit den Anschlägen ständig um die Ohren gehauen. Natürlich darf man nicht amalgamieren: Es gibt viele Muslime, die keine Islamisten sind. Aber alle Islamisten sind Muslime, wenn auch nur per Definition.

Die in den Medien verbreitete Vorstellung, dass «der Islamismus nichts mit dem Islam zu tun hat», könnte nicht falscher sein. Der Islamismus ist auf dem Nährboden des Islams entstanden. Natürlich gibt es auch andere Faktoren, die den Erfolg des Dschihad nähren, wie die kulturelle und spirituelle Krise, die Europa derzeit durchmacht, und der Verlust von Orientierungspunkten.

Dennoch bleibt festzuhalten, dass der radikale Islamismus ein buchstäblicher Islam ist. Er basiert insbesondere auf dem dem Koran innewohnenden Wunsch, die Religion Mohammeds zu verbreiten, und zwar um jeden Preis. Im Islam selbst muss daher eine große theologische Reform durchgeführt werden. Die bloße Vorstellung, dass der Koran von Allah «persönlich» geschrieben wurde, ist problematisch, da es unmöglich ist, von seinem göttlichen Wort abzuweichen oder den Text zu interpretieren.

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Wir dürfen nicht vergessen, dass die ersten Opfer der Ungereimtheiten des Islams die Muslime sind. Richten wir unsere ganze Unterstützung und unser ganzes Wohlwollen an sie. Viele Menschen, die an Allah glauben, sind in unsere Zivilisation integriert. Ermutigen wir sie, die Krankheit zu heilen, die sich in ihrer eigenen Religion von Finsternis zu Finsternis ausbreitet.

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Jonas Follonier
Jonas Follonier

Bundeshauskorrespondent für «L'Agefi», Singer-Songwriter, Jonas Follonier ist Gründer und Chefredakteur von «Regard Libre».

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