1956 war der Boykott im Sport ein unverkrampfter Akt
Melbourne Olympic Games 1956 The Hungarian standard enters the stadium during the closing ceremony the flag is carried by Stephen Abrahamffi, officer cadet at the OTC at Portsea. 13th December 1956
Le Regard Libre Nr. 82 - Yves Di Cristino
Zwischen China im Februar und Katar im November war die Sportwelt wahrscheinlich noch nie so sehr mit zaghaften Versuchen konfrontiert, Großveranstaltungen zu boykottieren, wie in den letzten sechs Jahrzehnten. Die USA hatten zwar die Olympischen Spiele 1980 in Moskau inmitten des Kalten Krieges ausgelassen, aber nur wenige erinnern an das in jeder Hinsicht so besondere Jahr 1956. Und es betrifft auch uns Schweizer, denn die Eidgenossenschaft hatte zusammen mit sieben anderen Nationen stolz beschlossen, die Olympischen Spiele in Melbourne zu boykottieren. Die Gründe hingegen gehen in alle Richtungen.
Der „Dolchstoß“ der USA bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau dient oft als Sündenbock. Die Entscheidung von Präsident Carter, die von den einen als starker politischer Akt angesehen wird, von den anderen jedoch als völlig unverhältnismäßig, taucht regelmäßig wieder auf. Die p
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