Mit radikal unterschiedlichen Konstruktionen und Horizonten bemächtigen sich zwei Romane, die in diesem Winterherbst erschienen sind, der Erinnerung, um daraus eine halluzinatorische Expedition oder eine Wachträumerei zu machen. Aufbruch in die gedehnte Zeit.
Zwischen Humor und Zärtlichkeit gelingt Peter Stamm ein einzigartiger, intensiv menschlicher Roman, der von der Erinnerung an die Liebe und der Sorge um das Leben in einer sich zu schnell wandelnden Welt geprägt ist.
Hope Jahren macht in dieser autobiografischen Erzählung eine wahre Liebeserklärung an die Wissenschaft und an Bäume, die laut der New York Times die «Präzision eines Dichters und die Vorstellungskraft eines Wissenschaftlers» hat.
Soziale Kluft und Desillusionierung: Die schweigende Mehrheit und die Pariser Elite verstehen sich nicht mehr. In der Mitte des Geschehens steht ein Politiker, der Versprechungen macht, die Massen erhitzt und bezaubert. Eine kraftvolle Kritik am Populismus und sogar an der Demokratie.
In «Harlem Shuffle» erzählt der amerikanische Autor Colson Whitehead die Geschichte eines schwarzen Ladenbesitzers in Harlem, der von den Dämonen seines Viertels geplagt wird. Atemberaubend.
Die Ende der 2000er Jahre eingeführte Reihe «Dictionnaire amoureux» umfasst die unterschiedlichsten Themen. Eines der letzten ist der Belle Epoque und den Années folles gewidmet, verfasst von Benoît Duteurtre. Staunen garantiert.
L'auteur genevois Michaël Perruchoud a choisi la guerre en Tchétchénie comme toile de fond de son nouveau roman. Dans ce récit, il s’interroge sur les compromis que chacun est prêt à faire pour survivre.
«Unsere Väter, unsere Brüder, unsere Freunde: In den Köpfen gewalttätiger Männer». Der Titel ist klar, die Täter sind auch die netten Jungs und die geliebten Menschen. Mathieu Palain bringt uns dazu, uns zu fragen, welches Glied in der Kette der Gewalt wir sind.
Mertvecgorod, ein fiktiver Stadtstaat zur Jahrtausendwende. Fünf Jugendliche, die am Rande der Gesellschaft leben, nehmen täglich Drogen und hören Punk-Soundtracks, um zu vergessen, wie schlecht es ihnen geht. Der Mord an Valentina, einer Nachbarin in Transvestitenkleidung, mischt die Karten ihres Alltags neu.