Der eine enthüllt, wie Gesellschaften sich durch die Benennung von Schuldigen zusammenschliessen. Der andere will der Gewalt durch Macht ohne Gegengewicht ein Ende setzen. Alles scheint zwischen ihnen zu stehen, doch ihre Ideen bilden ein intellektuelles Fundament für die Volksauffassung von Donald Trump und J.D. Vance.
Etienne-Alexandre Beauregard plädiert in «Anti-civilisation» für einen Konservatismus des Gemeinwohls. Nation, gemeinsame Kultur und der «gewöhnliche Mensch» sind nach Ansicht des 25-jährigen Essayisten aus Quebec die vergessenen Voraussetzungen der liberalen Demokratie.
Der Begriff Populismus ist eine moderne Erfindung. Er sagt jedoch nichts über eine Dynamik aus, deren Haupttriebfeder bereits in der Antike zu finden ist: die Kritik an den Unzulänglichkeiten des politischen Systems mit dem Ziel, dieses zu verbessern.
Der Universitätsprofessor, Autor einer kanonischen «Geschichte der Schweiz» und jüngster kommentierter Spaziergänge in seiner Reihe «Au fil de l'histoire suisse», empfängt Le Regard Libre nur wenige Schritte von den mittelalterlichen Stadtmauern Freiburgs entfernt.