Im Jahr 2013 schloss das krisengeschüttelte Griechenland seinen öffentlich-rechtlichen Rundfunk abrupt. Nicolas Brodard erzählt anhand von Bildern vom Kampf um ERT: soziale Kämpfe, Kontrolle der Erzählung und Illusionen eines neu erfundenen öffentlichen Dienstes unter der griechischen Sparpolitik, im Herzen des Chaos.
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in der Schweiz durchläuft turbulente Zeiten: Er steht im Zentrum einer hitzigen nationalen Debatte über die Rundfunkgebühren, wird ideologischer Verzerrungen beschuldigt und zu Einsparungen verurteilt. Der Chef des Westschweizer Ablegers, Pascal Crittin, antwortet auf die Kritik.
Der Nachrichtenkanal drängt den BBC News Channel hinsichtlich der durchschnittlichen Einschaltquoten in Grossbritannien vor sich her und fungiert als Sprachrohr des Red-Wall-Englands in einem Klima des wachsenden Misstrauens gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
Während sich Bern anschickt, die sozialen Netzwerke zu regulieren, rücken Desinformation und Hassreden wieder in den Mittelpunkt der Frage nach dem öffentlichen Informationsdienst. Einige wollen einen strengeren Rahmen, doch die digitale Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.