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Europäische Zivilisationen

Europäische Zivilisationen

«Westerner»: So werden Europäer, Nordamerikaner und Ozeanier außerhalb ihrer eigenen zivilisatorischen Sphäre genannt. Lateinamerikaner, Angelsachsen und Slawen werden unter einer einzigen, faszinierenden Bezeichnung zusammengefasst. Auch in unserem Vokabular gibt es den Begriff «westlich», der eine Verwandtschaft, ja sogar einen Gruppenzusammenhalt impliziert. Der Ponant, der während des Kalten Krieges in Opposition zum Ostblock entstanden ist, erlebt zu Beginn des 21. Jahrhunderts zahlreiche interne Spannungen, die wahrscheinlich darauf zurückzuführen sind, dass er nicht homogen ist. Ursprünglich war es nur ein vorübergehendes Bündnis zwischen zwei Zivilisationen: «germanisch/protestantisch» und «lateinisch/katholisch». Nichts ist nützlicher als ein Blick auf die Geschichte der westlichen Zivilisationen.
Jean Birnbaum: «Der Islamismus wächst auf dem Leichnam der Linken und des Progressivismus».»

Jean Birnbaum: «Der Islamismus wächst auf dem Leichnam der Linken und des Progressivismus».»

Sein Geist sprudelt. Wenn Sie Jean Birnbaum eine Frage stellen, müssen Sie damit rechnen, dass er Satz um Satz und Referenz um Referenz ausspuckt. Er führt Sie in Ecken, die Ihr Denken noch nie zuvor erkundet hat. Er ist ein intelligenter und ehrlicher Mann, der die Kühnheit besitzt, in unseren Schwächen nach den Quellen zu suchen, aus denen unsere Stärken schöpfen. Diese Schwächen deckt er auf und analysiert sie in «Die Religion der Schwachen. Ce que le djihadisme dit de nous», das er nach seinem Bucherfolg «Un Silence religieux - La gauche face au djihadisme» veröffentlicht. Jean Birnbaum ist Journalist bei Le Monde. Er leitet dort die Literaturrubrik «Le Monde des Livres».
Jacques Pilet nimmt uns mit in die Schweiz vor einem Jahrhundert

Jacques Pilet nimmt uns mit in die Schweiz vor einem Jahrhundert

Der Schweizer Journalist Jacques Pilet hat letzten Monat seinen zweiten Roman Hôtel Belvédère im Verlag Editions de l'Aire veröffentlicht. Bei der Lektüre tauchen wir in die Schweiz des Jahres 1914 ein. Inmitten eines Europas, das in Flammen steht, entdeckt der junge Bauernsohn Jules aus Vevey die Liebe zu einer russischen Studentin und beschließt, nach Afrika zu gehen. Eine packende Erzählung, die uns mittels einer sympathischen Geschichte von der tragischen Geschichte berichtet.