Le Regard Libre Nr. 82 - Diana-Alice Ramsauer Dossier «Immigration» Mit Empörung und Verzweiflung beobachtet der Lausanner Claude Calame...
LONG FORMAT ARTIKEL, Clément Guntern | Entgegen allen Erwartungen ist die Europäische Union nicht besonders geschwächt aus der Gesundheitskrise hervorgegangen. Im Gegenteil, sie war in der Lage, wichtige Initiativen für ihre Zukunft zu ergreifen. Doch ist sie auf die neue Welt der Rivalitäten und des Wettbewerbs zwischen den Mächten vorbereitet, die sich nun eröffnet? Die Frage der strategischen Autonomie, die derzeit diskutiert wird, wird von entscheidender Bedeutung sein.
LONG FORMAT ARTIKEL, Clément Guntern | Zu Beginn des neuen Jahrhunderts beginnt sich allmählich eine neue Situation zu etablieren: Der Autoritarismus hat weltweit an Macht gewonnen und die Staaten, die ihn für sich beanspruchen, treten immer brutaler auf. Russland und China verschärfen die Tonlage und drohen jedem mit Vergeltung, der die Lage der demokratischen Grundsätze und der Menschenrechte in ihrem Land kritisiert. Während die Eskalation mit Russland maßvoll bleibt, wird China unruhig, schimpft und sanktioniert. Derzeit begehen diese Staaten vor allem auf ihrem eigenen Territorium immer mehr Verbrechen, aber für Mächte mit globalen Ambitionen ist zu befürchten, dass dies ein exportierbares Modell der Staatsführung sein könnte. Die demokratischen Grundsätze sind nun direkt bedroht. Daher müssen demokratische Staaten autoritären Kräften eine entschlossene Antwort entgegensetzen, die jedoch die Tür für eine Zusammenarbeit offen lässt.
Dritte Kritik in unserer Reihe am Rande des Genfer Filmfestivals und Internationalen Forums über Menschenrechte mit «Shadow game» von Eefje Blankevoort und Els van Driel. Der Film zeigt die Wege der Migration durch Europa. Die Kritik von Fanny Agostino.
LONG FORMAT ARTIKEL, Clément Guntern | Als die Schweiz Anfang der 2000er Jahre den bilateralen Weg einschlug, glaubte sie, eine Form des Zusammenlebens mit ihrem europäischen Nachbarn gefunden zu haben, die gewinnbringend und auf die schweizerischen Besonderheiten zugeschnitten sein würde. Dieser Weg war jedoch von Anfang an in Wirklichkeit eine politische Sackgasse. Er ist es bis heute geblieben und lässt sich durch eine Reihe von Mythen erklären, die in unserem Land tief verwurzelt sind. Um aus dieser Sackgasse herauszukommen, liegt es am Schweizer Volk, endlich ein europäisches Projekt zu haben. Ein Akt, der Mut und Bescheidenheit erfordert und unsere nationale Identität stärken würde.
Das Jahr 2020 brachte nicht nur eine Pandemie mit unermesslichen Auswirkungen mit sich, sondern auch die Rückkehr oder vielmehr die Wiedergeburt eines Begriffs, der als veraltet, ungeeignet oder sogar gefährlich galt: Souveränität. Innerhalb weniger Monate ist das Thema wieder in den Mittelpunkt gerückt. Doch ein anachronistisches Vokabular verstellt den Blick auf das, was wirklich auf dem Spiel steht: nicht der Rückzug der Nationen auf sich selbst, sondern die Fortsetzung einer ausgewogenen Regulierung der Globalisierung.
La première étape d'un changement plus large
Vom Partner zum Rivalen, die strategische Frage
Zwischen Roman und politischem Essay.