| Die Notwendigkeit einer strategischen Autonomie Europas
Le Regard Libre Nr. 80 - Clément Guntern
Entgegen allen Erwartungen ist die Europäische Union nicht besonders geschwächt aus der Gesundheitskrise hervorgegangen. Im Gegenteil, sie war in der Lage, wichtige Initiativen für ihre Zukunft zu ergreifen. Doch ist sie auf die neue Welt der Rivalitäten und des Wettbewerbs zwischen den Mächten vorbereitet, die sich nun eröffnet? Die Frage der strategischen Autonomie, die derzeit diskutiert wird, wird von entscheidender Bedeutung sein.
Seit dem Ersten Weltkrieg wurde die Stellung Europas in der Welt immer weiter nach unten korrigiert und durch militärische, moralische und wirtschaftliche Niederlagen reduziert. Diese allmähliche Auslöschung seiner Position und der seiner einzelnen Staaten setzte sich im gesamten 20. Jahrhundert und darüber hinaus mit schöner Regelmäßigkeit fort. Diese Deklassierung und die Abgabe jeglicher geopolitischer Verantwortung an den Paten aus Washington schienen nicht ausgeglichen werden zu können p
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