Mit ihrem feindlichen Territorium musste die Schweiz ein anderes Rezept für ihren Erfolg finden. Also entwickelte sie ein Gegenmodell. In seinem Essay L'identité suisse au défi (Die Schweizer Identität als Herausforderung) untersucht der ehemalige Diplomat Paul Widmer die Zutaten des helvetischen Erfolgs, um ihn besser fortsetzen zu können.
Das sogenannte Milizsystem wird von vielen Seiten kritisiert. Es ist zusammen mit dem Föderalismus und der direkten Demokratie Teil der institutionellen und damit identitätsstiftenden Konstruktion der Schweiz.
Milizsystem, Produktivität, Neutralität... In seinem Essay «La Suisse n'existe plus» zeigt der Projektleiter des Liberalen Instituts Nicolas Jutzet, dass die Vorstellung, die man sich von diesem demokratischen und wirtschaftlichen Modell macht, nicht mehr wirklich die Realität widerspiegelt.
Föderalisten und Anti-Föderalisten standen sich bei der Erneuerung der amerikanischen Verfassung in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts heftig gegenüber. Diese Kluft beleuchtet wie keine andere in der Geschichte die Debatte zwischen dem Zentrum und der Peripherie. Es ist schwierig, darin nicht die Widerspiegelung zeitgenössischer Probleme zu sehen.
DOSSIER «VOUS AVEZ DIT EUROPE?», Antoine-Frédéric Bernhard | C’est une figure intellectuelle majeure du XXe siècle, un Suisse de surcroît, dont on entend très peu parler. La paresse y est sans doute pour beaucoup, puisque toute l’œuvre de Denis de Rougemont est accessible gratuitement sur internet depuis 2020, grâce au travail de plusieurs chercheurs de l’Université de Genève. Cet écrivain foisonnant a consacré une grande partie de son œuvre à l’Europe qu’il voyait écrasée entre les deux superpuissances américaine et soviétique. Dans sa Lettre ouverte aux européens de 1970 – un plaidoyer pour l’identité culturelle européenne – l’écrivain genevois défend l’idée d’un fédéralisme intégral, appuyé sur un régionalisme opposé à toute forme de nationalisme moderne. Sa réflexion sur l’unité de l’Europe s’avère plus pertinente que jamais. Bref tour d’horizon.
L’affaire serait entendue: si la Suisse ne comptait pas dans son système politique l’outil du fédéralisme, la gestion du Covid...
In den 2000er und 2010er Jahren wurde Äthiopien von einigen als «China Afrikas» bezeichnet. Es schien, als würde das Land durch seine Öffnung zur Welt einen neuen Wohlstand erleben, weit entfernt von den Hungersnöten und Kriegen des letzten Jahrhunderts. Wie konnten diese Versprechen verschwinden und Äthiopien in einen Bürgerkrieg stürzen?
Europa wird in den kommenden Jahrzehnten zweifellos mit zahlreichen Herausforderungen auf technologischer, politischer, institutioneller, militärischer, identitätsstiftender, kultureller, religiöser, sozialer und ökologischer Ebene konfrontiert sein. Doch welche Rolle soll Europa dabei spielen?