Quentin Mouron: «Ich habe Kunst immer als Kunstgriff empfunden».»
Quentin Mouron. Foto: Indra Crittin für Le Regard Libre
Als dandyhafter Provokateur und Beobachter seiner Zeit hinterfragt Quentin Mouron in seinem Romanwerk Fortschritt und Dekadenz. Begegnung mit einem klarsichtigen Schriftsteller, der die modernen Illusionen demontiert, ohne auf die Schönheit des Wortes zu verzichten.
Er wird als der «Schweizer Houellebecq» beschrieben. Quentin Mouron könnte genauso gut als der «Schweizer Beigbeder» bezeichnet werden. Wie der 50-jährige Franzose pflegt er das Image eines gut gekleideten Bad Boys, eines dekadenten Dandys. Wie der französische 50-Jährige sind seine Werke in die Atmosphäre von Grenzpunkten getaucht, von Bars, die Klasse haben, aber gräulich sind, von der «Vulgarität der Bourgeoisie», wie Thiéfaine singt, von Blut und Weiß. Wie der 50-jährige Franzose nutzt er den Trick des literarischen Doppelgängers, um mit Distanz, aber Panache seine persönlichen Paradoxien zu malen, bis er auf die der gesamten Gesellschaft hinweist. Nur dass Quentin Mouron in seinen Dreißigern ist.
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