Reisen in trüben Worten
Reise in trüben Worten © Unsplash
Diesen Sommer habe ich weder das Mittelmeer noch irgendein anderes Land bereist, aber ich habe mir den Luxus gegönnt, mit Joseph Kessel und Alessandro Baricco zu reisen. Es waren zwei nostalgisch anmutende Reisen.
Auf der ersten Reise schiffte ich mich in einem durch Herbstregen und raue Nächte gleitenden Zug nach Litauen ein, wobei das frühe 20. Jahrhundert an mir vorbeirauschte. Jahrhunderts, in der Hektik der Revolutionen und inneren Aufstände. Und obwohl die zweite Hälfte des kurzen Romans uns in die schwere und seltsame Atmosphäre einer russischen Exilfamilie in Kosnov eintauchen lässt, waren es die Seiten, die mit dem mechanischen Geräusch verschluckter Schienen geschrieben sind, die mich besonders faszinierten. Estienne, der Ich-Erzähler, gibt sich in der schüchternen Stille seiner gemütlichen Kabine Tagträumen hin, die sich im Rhythmus der Schritte in den weit entfernten Korridoren verflüchtigen. Und die auf
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