Gesellschaft Interview

Marc Bonnant: «Mit der politischen Korrektheit sind wir die Henker unserer selbst».»

6 Leseminuten
geschrieben von Nicolas Locatelli · 30. Mai 2019 · 0 Kommentare

Unter der Ägide von Eris, der Göttin der Zwietracht, des Streits und der Rivalität, kam der Bossuet der Gerichte in das Auditorium B der Universität Freiburg. Ein muskulöser Vortrag, der Kontroversen, die Bewunderung der einen und die Wut der anderen hervorrief.

Ihm gegenüber war der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt. Eine junge Studentin ergriff vor dem Vortrag des Anwalts das Wort, insbesondere um der ELSA (European Law Student Association) in Freiburg für die Organisation der Veranstaltung zu danken, und schloss mit dem Vorschlag, die ersten fünf Minuten möglichen Gegnern der Anwesenheit von Rechtsanwalt Bonnant zu überlassen, damit sie sich äußern konnten. Dies lehnte Marc Bonnant von vornherein ab. Er sagte, er würde es vorziehen, wenn man ihn mitten in der Rede unterbrechen, ihn ausbuhen oder überraschend angreifen würde. Er argumentierte, dass nur Vehemenz und Unordnung den Zorn derer, die sich ihm entgegenstellten, wirklich zum Ausdruck bringen würden.

Dieser Inhalt ist unseren Abonnenten vorbehalten.

Wenn Sie ein Konto haben, loggen Sie sich ein. Ansonsten entdecken Sie unsere verschiedenen Abonnements und erstellen Sie ein Konto ab CHF 2.50 im ersten Monat.