Der Begriff Populismus ist eine moderne Erfindung. Er sagt jedoch nichts über eine Dynamik aus, deren Haupttriebfeder bereits in der Antike zu finden ist: die Kritik an den Unzulänglichkeiten des politischen Systems mit dem Ziel, dieses zu verbessern.
Die Biografie eines Diktators, der für Hunderttausende von Todesopfern verantwortlich ist, zu verdrehen, ist ein gewagtes Unterfangen. Umso mehr, wenn man schwarzen Humor und Fantasy miteinander vermischt. Leider vermischen sich die Zutaten nicht.
Soziale Kluft und Desillusionierung: Die schweigende Mehrheit und die Pariser Elite verstehen sich nicht mehr. In der Mitte des Geschehens steht ein Politiker, der Versprechungen macht, die Massen erhitzt und bezaubert. Eine kraftvolle Kritik am Populismus und sogar an der Demokratie.
Der rumänische Regisseur Cristian Mungui, der für seine Goldene Palme zum Thema Abtreibung mit «4 Monate, 3 Wochen, 2 Tage» (2004) bekannt ist, entwirrt in «R.M.N.» die hartnäckigen populistischen Ressentiments eines transsilvanischen Dorfes unter dem Joch der EU.
Die wachsende Popularität «populistischer» Politiker in der westlichen Welt verweist auf eine alte, aber immer noch aktuelle Kluft zwischen Elite und Volk. Dies wirft tief greifende Fragen darüber auf, was die Demokratie sein sollte. Gérard Araud, Chantal Delsol und David Goodhart helfen uns dabei.
Antoine-Frédéric Bernhard et Jonas Follonier La règle de la double majorité du peuple et des cantons s'est fait snober de...
Bücher am Dienstag - Ivan Garcia Giacomo Papi beschreibt in Der Zensus der Populisten minutiös die Schwächen des gegenwärtigen Populismus...
Das Jahr 2020 brachte nicht nur eine Pandemie mit unermesslichen Auswirkungen mit sich, sondern auch die Rückkehr oder vielmehr die Wiedergeburt eines Begriffs, der als veraltet, ungeeignet oder sogar gefährlich galt: Souveränität. Innerhalb weniger Monate ist das Thema wieder in den Mittelpunkt gerückt. Doch ein anachronistisches Vokabular verstellt den Blick auf das, was wirklich auf dem Spiel steht: nicht der Rückzug der Nationen auf sich selbst, sondern die Fortsetzung einer ausgewogenen Regulierung der Globalisierung.
Der Kontinent der Globalisierung