Karl Kraus, unberechenbar und visionär (2/3): Der Nestbeschmutzer«

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geschrieben von Pascal Vandenberghe · 30. Dezember 2022 · 0 Kommentare

Das Werk des österreichischen Schriftstellers Karl Kraus (1874-1936) wird auch heute noch zu Unrecht ignoriert. Als Schlächter von Heucheleien, als scharfer Kritiker der schädlichen Macht der sogenannten «Informationspresse» und durch seine frühe Opposition gegen den Ersten Weltkrieg viszeral gegen den Strom der öffentlichen Meinung, bleibt er Opfer einer Verachtung und Geringschätzung, die seine visionären Schriften in den Schatten stellt, die auch ein Jahrhundert später noch wie Warnungen klingen. Ein Versuch, einen der größten deutschsprachigen Schriftsteller der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in drei Episoden zu rehabilitieren (zuerst sein Leben, dann seine Zeitschrift und seine Aphorismen und zum Schluss seine Bücher).

In dieser zweiten Folge über Karl Kraus widmen wir uns drei seiner Aktivitäten: seiner Zeitschrift "Die Fackel", seinen öffentlichen Lesungen und Vorträgen und seinen Aphorismen, die eine lange Tradition haben.

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