Rubrik: Gesellschaft
Das Recht auf freie Meinungsäußerung muss immer wieder neu errungen werden

Das Recht auf freie Meinungsäußerung muss immer wieder neu errungen werden

DOSSIER IRONIE, Enzo Santacroce | Die freie Meinungsäußerung ist untrennbar mit dem kritischen Geist verbunden. Sie ist verführerisch, aber auch eine oppositionelle Kraft, die ihre Verteidiger mit manchmal extremen Gefahren konfrontiert. Viele westliche Philosophen haben diese Erfahrung gemacht: Sie wurden verbannt, exkommuniziert oder sogar zum Tode verurteilt, weil sie die Autoritäten durch unbequeme Stellungnahmen herausgefordert haben. Warum ist es so gefährlich, seine Gedanken und im weiteren Sinne auch seine Worte frei zu äußern? Ein Blick auf Sokrates, das Symbol eines kritischen Geistes, der auf dem Altar der Konformität geopfert wurde, zeigt uns, wie zerbrechlich die Meinungsfreiheit auch heute noch ist.
Danièle Manesse, Linguistin: «Das grammatikalische Geschlecht ist nicht das Geschlecht».»

Danièle Manesse, Linguistin: «Das grammatikalische Geschlecht ist nicht das Geschlecht».»

Danièle Manesse, emeritierte Professorin für Sprachwissenschaften an der Universität Paris-3 Sorbonne nouvelle, kämpft mit aller Kraft gegen die inklusive Schreibweise. Hier antwortet sie Argument für Argument auf die Befürworter dieser militanten Typografie. Und als überzeugte Feministin gibt sie uns ihre Gedanken darüber preis, was aus einem großen Teil ihres Lagers und der akademischen Welt geworden ist.
Tribune: «Was wäre, wenn man den Illettrismus in der Schweiz endlich bekämpfen würde?»

Tribune: «Was wäre, wenn man den Illettrismus in der Schweiz endlich bekämpfen würde?»

Le Regard Libre N° 80 | Dans cette tribune, le comédien et metteur en scène Marco Polli met en perspective les récentes controverses sur l’orthographe et l’écriture inclusive à l’échelle des cinquante dernières années. L’ancien président de l’Union du corps enseignant secondaire genevois et de la Commission Langues Vivantes dénonce ce qu’il considère comme étant les différentes étapes ayant mené à l’état actuel des écoles en Suisse. A savoir une situation où un élève sur cinq est illettré à l’âge de 15 ans. Et l’ex-enseignant de proposer une voie pour s’en sortir.