Rubrik: Gesellschaft
Streit um Rechte: Der Mensch ist keine Abstraktion

Streit um Rechte: Der Mensch ist keine Abstraktion

LONG FORM ARTICLE, Enzo Santacroce | Die derzeit beliebten Gemeinschaftsdiskurse, die eher von Minderheiten getragen werden, die um ihre Existenz bangen, als von wirklichen Repressionen, torpedieren die schöne Idee des 19. Jahrhunderts, dass die Freiheit von Minderheiten bewahrt und verteidigt werden muss, indem sie sie in eine Waffe gegen die Meinungsfreiheit verwandeln, die unter anderem auch das Recht auf Humor umfasst. Es ist zu befürchten, dass die Polemik, die durch die Episode der Westschweizer Schauspielerin Claude Inga-Barbey ausgelöst wurde, in der sie die Schwierigkeiten bei der Benennung von Geschlechtertransformationen darstellte, eine von der Gedankenpolizei geprägte Ära veranschaulicht. Aus philosophischer Sicht birgt diese Situation einen Gegensatz zwischen zwei Arten von Universalismus, nämlich demjenigen, der die Menschenrechte proklamiert, und demjenigen, der die Rechte der Menschen proklamiert.
Der Mythos der Wikinger

Der Mythos der Wikinger

Die Figur des Wikingers hat in den letzten Jahrzehnten stetig an Popularität gewonnen. Ihre Darstellungen in einer ganzen Reihe von Werken und Videospielen sind meist karikaturistisch, manchmal grotesk und im Bereich der Identitätsideologien sogar gefährlich. Erinnern wir uns also daran, wer die Skandinavier des frühen Mittelalters wirklich waren und wie das Bild, das wir heute von ihnen haben, im Laufe der Jahrhunderte entstanden ist.
Wohin geht Ostern?

Wohin geht Ostern?

LONG FORMAT ARTIKEL, Eugène Praz | Vor einigen Wochen haben viele von uns das Osterfest erlebt. Wir fragen uns oft, woher es kommt. Aber wohin geht es und was bedeutet es in der heutigen Zeit? Ein Versuch, eine Antwort aus der Perspektive des Christentums und des Judentums zu finden.
Bildschirme im Zeitalter von Covid-19: Eine Plage für die Jugend

Bildschirme im Zeitalter von Covid-19: Eine Plage für die Jugend

Seit Beginn der Krise hat die Bildschirmzeit von Kindern und Jugendlichen deutlich zugenommen. Die schädlichen Folgen des exzessiven Bildschirmkonsums sind bis heute durch unzählige Arbeiten belegt, trotz einiger punktueller Meinungsverschiedenheiten in der wissenschaftlichen Gemeinschaft. Es wäre daher legitim, diesen Faktor bei der Bewältigung der aktuellen Gesundheitskrise und insbesondere der Krise im Bildungsbereich zu berücksichtigen. Analyse.