Während sich Bern anschickt, die sozialen Netzwerke zu regulieren, rücken Desinformation und Hassreden wieder in den Mittelpunkt der Frage nach dem öffentlichen Informationsdienst. Einige wollen einen strengeren Rahmen, doch die digitale Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.
Als Emmanuel Macron die Idee eines Siegels pries, das «vertrauenswürdige» Medien von anderen unterscheiden sollte, verriet er eine autoritäre Haltung, die darin besteht, zu glauben, dass eine oder mehrere Personen die Legitimität haben, zu definieren, wem alle anderen ihr Vertrauen schenken sollten.
Die Atomenergie war lange Zeit wegen ihrer Risiken verschrien, doch nun rückt sie wieder in den Vordergrund, angetrieben von den Herausforderungen des Klimawandels und der Energiesouveränität. Muss die Schweiz wieder in Atomkraftwerke investieren, um ihre Zukunft zu sichern? Eine Debatte zwischen zwei renommierten Professoren.
Die französische Journalistin hat eine Untersuchung veröffentlicht, die seit ihrem Erscheinen im September ein großer Erfolg ist. Les Nouveaux antisemites dokumentiert die Überschneidung linksextremer Ideologien, die einen gemeinsamen Feind haben: den Zionisten, um nicht zu sagen den Juden.
Ist ein politisches System, das auf individueller Freiheit beruht, erstrebenswert? Platon sah schon vor 2500 Jahren in der Demokratie eine chaotische politische Organisation, die zu Unordnung und schliesslich zur Tyrannei führt.
Die provenzalische Verwurzelung von Charles Maurras, einem bedeutenden Kritiker der parlamentarischen Demokratie, sowie sein «organisatorischer Empirismus» nährten seinen Protest gegen das republikanische Regime im Namen der lebendigen Gemeinschaften.
Der Liberalismus bleibt für viele ein Konzept mit verschwommenen Konturen. In seinem neuen Buch «On Liberalism» versucht Cass Sunstein, ihn zu definieren, und bringt gleichzeitig seine Bewunderung für einige seiner einflussreichsten Figuren zum Ausdruck.
Schuluniformen wurden in der Schweiz nie allgemein eingeführt, während sie in vielen anderen Ländern nach wie vor die Norm sind. Sollte man diesen Schritt wagen, wenn man zwischen dem Wunsch nach einem einheitlichen Erscheinungsbild und dem Wunsch, die Vielfalt zu bewahren, hin- und hergerissen ist?
Indem er das «Ich» und das «Wir» einander gegenüberstellt, bietet François Huguenin einen anspruchsvollen Durchgang durch die Geschichte des westlichen politischen Denkens. Eine ehrgeizige Synthese, die dazu auffordert, die zeitgenössischen Spaltungen zu überwinden, ohne ideologischen Abkürzungen nachzugeben.