Rubrik: Politik
«Das Zentrum»: Debatte zwischen zwei jungen Zentristen

«Das Zentrum»: Debatte zwischen zwei jungen Zentristen

Die politische Landschaft der Schweiz erlebt zu Beginn des Jahres 2021 eine wichtige Wende. Die historische Christlichdemokratische Volkspartei (CVP) nimmt die junge Bürgerlich-Demokratische Partei (BDP) in ihre Reihen auf. Diese Fusion, die hauptsächlich in der Deutschschweiz stattfindet, wird von einem Erdbeben begleitet, da die politische Formation ihren Namen in Le Centre ändert. Nathan Bender von den Jungen Christlichdemokraten (JDC) aus dem französischsprachigen Wallis und Sascha Zbinden von den Jungen Bürgerlich-Demokraten (JBDP) aus Bern kreuzen die Klingen und teilen ihre Visionen und Überlegungen zu dieser neuen Partei und den Herausforderungen, die sie in den nächsten Jahren zu bewältigen haben wird.
Trump war kein Fehler der Geschichte

Trump war kein Fehler der Geschichte

LONG FORMAT ARTIKEL, Clément Guntern | Jetzt, da sich Donald Trumps Amtszeit dem Ende zuneigt, stellt sich die Frage: Was wird er der Geschichte seines Landes als Erbe hinterlassen? Seine Persönlichkeit und seine politischen Handlungen mögen schockiert oder beeindruckt haben, aber er setzt einen Trend fort, der schon seit langem besteht: die nationale Uneinigkeit und den internationalen Niedergang der USA.
Der bilaterale Weg - seit jeher eine Sackgasse

Der bilaterale Weg - seit jeher eine Sackgasse

LONG FORMAT ARTIKEL, Clément Guntern | Als die Schweiz Anfang der 2000er Jahre den bilateralen Weg einschlug, glaubte sie, eine Form des Zusammenlebens mit ihrem europäischen Nachbarn gefunden zu haben, die gewinnbringend und auf die schweizerischen Besonderheiten zugeschnitten sein würde. Dieser Weg war jedoch von Anfang an in Wirklichkeit eine politische Sackgasse. Er ist es bis heute geblieben und lässt sich durch eine Reihe von Mythen erklären, die in unserem Land tief verwurzelt sind. Um aus dieser Sackgasse herauszukommen, liegt es am Schweizer Volk, endlich ein europäisches Projekt zu haben. Ein Akt, der Mut und Bescheidenheit erfordert und unsere nationale Identität stärken würde.
Hinter dem Begriff der Souveränität das Ende der Naivität

Hinter dem Begriff der Souveränität das Ende der Naivität

Das Jahr 2020 brachte nicht nur eine Pandemie mit unermesslichen Auswirkungen mit sich, sondern auch die Rückkehr oder vielmehr die Wiedergeburt eines Begriffs, der als veraltet, ungeeignet oder sogar gefährlich galt: Souveränität. Innerhalb weniger Monate ist das Thema wieder in den Mittelpunkt gerückt. Doch ein anachronistisches Vokabular verstellt den Blick auf das, was wirklich auf dem Spiel steht: nicht der Rückzug der Nationen auf sich selbst, sondern die Fortsetzung einer ausgewogenen Regulierung der Globalisierung.
Berufsbildung: Eine Angelegenheit der Hochschulen?

Berufsbildung: Eine Angelegenheit der Hochschulen?

LANGARTIKEL, Robin Parisi | Das Schweizer Bildungssystem ist als ein System mit zwei parallelen Hauptzweigen konzipiert, die jedoch miteinander durchlässig sind. Der sogenannte «berufliche» Weg beginnt mit dem bekannten CFC und kann mit Diplomen der Höheren Fachschulen (ES), eidgenössischen Fachausweisen oder eidgenössischen Diplomen abgeschlossen werden. Der zweite Weg führt die Schüler von Maturitätsschulen, Gymnasien oder Fachschulen zu den Hochschulen, also den Universitäten und Fachhochschulen. Dennoch beanspruchen die Fachhochschulen – ein Phänomen, das vor allem in der Romandie zu beobachten ist – unter dem wohlwollenden Segen der französischsprachigen Kantonsbehörden das Privileg der beruflichen Bildung für sich. Dabei verzichten sie jedoch nicht auf das «universitäre» Prestige, das ihnen der Bologna-Prozess verschafft hat.
Mohamed Hamdaoui: «Wir müssen den Lehrern die Möglichkeit geben, ihre Meinung zu äußern».»

Mohamed Hamdaoui: «Wir müssen den Lehrern die Möglichkeit geben, ihre Meinung zu äußern».»

ENTRETIEN LONG FORMAT, Jonas Follonier | Er ist einer der Schweizer Politiker, die sich am stärksten an der Front des Kampfes gegen den Islamismus engagieren. Obwohl er das Wort «Kampf» nicht mag (er bevorzugt das Wort «Sache»), hat Mohamed Hamdaoui es zu einem seiner Hauptthemen gemacht und sich in dieser Debatte als sehr engagierter Akteur profiliert, auch wenn er dabei in Emotionen verfällt. Er wurde im Hoggar-Gebirge geboren und liebte eine Frau, die in den 1980er Jahren von algerischen Islamisten entführt wurde, weil sie sich weigerte, den Schleier zu tragen. Diese Terrorsäer köpften sie. Die Ermordung von Professor Samuel Paty in Frankreich durch einen radikalisierten Muslim, der nach demselben Muster vorgegangen war, erschütterte ihn. Ein Gespräch mit einem ehemaligen Sozialisten, der inzwischen CVP-Mitglied ist und die Schweiz nicht für immun gegen den politischen Islam hält.
Die Wurzeln der politischen Polarisierung in den USA

Die Wurzeln der politischen Polarisierung in den USA

Die als erste aller Demokratien bezeichnete Demokratie, deren Verdienste und Stärke so lange gepriesen wurden, scheint heute am Ende ihrer Kräfte zu sein. Die chaotische «Debatte» zwischen Joe Biden und Donald Trump zeugt davon. Die Wurzeln des Übels liegen so tief, dass es ungerecht wäre, die gegenwärtige Situation diesem oder jenem Präsidenten anzulasten. Es liegt an der amerikanischen Gesellschaft als Ganzes, das Übel zu bekämpfen, das sie zerfrisst: die schleichende Polarisierung.