Die US-Zölle sind ein Symbol für das Wiederaufleben des Merkantilismus. Imperiale Rückzugsgebiete, Ressourcenknappheit, militarisierter Handel: Mit dem Ende des Freihandels kehrt die Weltwirtschaft zu ihren alten Reflexen zurück. Ein Nullsummenspiel, bei dem alle verlieren, außer denen, die die Regeln diktieren.
Die Wirtschaft ist in der Sprache der Modelle und Gleichungen erstarrt. Ihre Grundlagen sind jedoch philosophischer Natur. Wenn man heterodoxen Strömungen wieder zu ihrem Recht verhilft, gibt man der Disziplin ihre Vitalität und ihren Pluralismus zurück - und damit auch ihre Verbindung zum Liberalismus.
Die französische Essayistin Mathilde Berger-Perrin, Autorin des Buches «Ayn Rand, l'égoïsme comme héroïsme», hält die Marktwirtschaft für den besten Freund der Frauen. Sie fordert sie auf, weniger vom Staat zu erwarten.
Mit ihrem Essay «Feminicene» bringt Vera Nikolski frischen Wind in ein Thema, das von ideologischen Gegensätzen geprägt ist. Das Buch befasst sich mit dem eigentlichen Grund für die positive Entwicklung der Stellung der Frau: die industrielle Revolution.
Der Kontinent hatte jahrhundertelang freien Handel und dezentralisierte Institutionen, bevor die Kolonialherren kamen. Heute liegt die Wiederbelebung Afrikas in den Händen seiner Bürger.
Vivek Ramaswamy ist einer der bekanntesten Gegner des neuen Moralismus der Großunternehmen. Der Unternehmer und Kandidat für die US-Wahlen 2024 erklärt die wirtschaftlichen Gründe für den Triumph der Identitätspolitik in den USA.
DOSSIER «DIE GROSSE RÜCKKEHR DER KERNENERGIE», Jonas Follonier | Klassischer Liberaler? Libertär? Er gehört jedenfalls zu denen, die die Presse gerne als «Neoliberale» oder «Ultraliberale» bezeichnet – Bezeichnungen, die nicht unbedingt positiv klingen. Doch Etiketten und deren Sympathiewert (oder Mangel daran) interessieren uns bei „Le Regard Libre“ kaum. Hier handelt es sich um einen bedeutenden politischen und wirtschaftlichen Analysten, der häufig in den französischen Medien zu Gast ist (und zwar nicht nur bei „L’Opinion“ oder „Le Figaro“) und dessen 2021 erschienener Essay „Les écologistes contre la modernité“, erschienen ist, spannend ist. Man mag mit einem Teil seiner Ansichten, ja sogar mit allen, zutiefst uneinig sein. Dennoch kann eine Auseinandersetzung auf seinem Niveau nur anregend sein. Aus diesem Werk, das eine fundierte Kritik an den antikapitalistischen Grundlagen der radikalen Ökologie liefert, behalten wir insbesondere das leidenschaftliche und gut begründete Plädoyer des Autors für die Industriegesellschaft und die Kernenergie im Gedächtnis.
Jeden Monat finden Sie die Kolumne einer der Persönlichkeiten, die uns das Vergnügen bereiten, abwechselnd zur Feder zu greifen. Der Schriftsteller Quentin Mouron erkundet in seiner Kolumne mit gewohnter Schärfe ein aktuelles Thema.
ANALYSE, Olivier Meuwly | «On peut plaider que pour une part la capacité de réformes des régimes capitalistes est due à Marx lui-même», se demande non sans s’en amuser Raymond Aron dans son fameux cours sur le marxisme de Marx, prononcé à La Sorbonne au début des années 1960, puis au Collège de France une décennie plus tard, et publié en 2002 par Jean-Claude Casanova aux défuntes Editions de Fallois. Aron s’abandonne-t-il à sa coutumière ironie? Ou faut-il se demander si, derrière l’aphorisme provocateur, affleurent non seulement la profonde admiration que le grand libéral français a toujours témoigné à l’égard du père fondateur du «socialisme scientifique», mais aussi un avertissement à l’attention de ceux qui font profession d’analyser… ou pratiquer ce même capitalisme?